Stegner: HSH-Nordbank für Schleswig-Holstein „existenzbedrohend“

Februar 13, 2010

Der ehemalige schleswig-holsteinische Finanz- und Innenminister sowie HSH Nordbank-Aufsichtsrat, Ralf Stegner, hat tatsächlich eines verstanden:

Im Übrigen sei die Situation der HSH-Nordbank für das Land Schleswig-Holstein „existenzbedrohend“.

Vieles anderes leider nicht.
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Populist Beust will HSH Nordbank verkaufen

Dezember 23, 2009

Eins vorab: Ich bin der Meinung, dass der Staat ein ganz schlechter Bänker ist und eine Bank nichts im Staatsbesitz verloren hat. Insofern ist ein Verkauf der HSH Nordbank eine gute Sache. Nur geht er völlig am Problem vorbei.
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HSH Nordbank: Carstensen – Realität 0:1

Dezember 10, 2009

Das Hamburger Abendblatt zitiert Carstens:

Die gemeinsame Landesbank von Hamburg und Schleswig-Holstein sei zwar „nicht in einer komfortablen Situation“, es gebe mittlerweile aber eine „gewisse Beruhigung“, sagte Carstensen.

Und was sagt die HSH Nordbank selbst darüber?
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HSH Nordbank: Peter Rieck und Jochen Friedrich werden entlassen

November 8, 2009

Focus berichtet:

Aufsichtsratschef Hilmar Kopper will nach FOCUS-Informationen auf einer außerordentlichen Sitzung des Kontrollgremiums am Dienstag beschließen lassen, dass die Verträge des stellvertretenden Vorsitzenden Peter Rieck und des Kapitalmarktvorstandes Jochen Friedrich aufgelöst werden.

Grundlage für die geplante Entlassung ist ein Gutachten der Kanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer über Verfehlungen bei Geschäften der Bank. Bei den Milliarden-Deals Omega 52 und Omega 55 wurden hohe Risiken vorübergehend ausgelagert. Auf diese Engagements musste die HSH später 517,3 Millionen Euro abschreiben. Die beiden Vorstände sollen dafür die Hauptverantwortung tragen.

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Die Boni der neuen HSH-Vorstände

November 2, 2009

Der Alt-Deutschbänker und Neu-HSH-Aufsichtsrat Hilmar Kopper hat Martin von Gemmeren und Constantin von Oesterreich mit Boni-Zusagen in den Vorstand gelockt, die über dem Maximalbetrag von 500.000 Euro liegen, den Hamburg und Schleswig-Holstein festgelegt haben. Diese Regelung hat nach Informationen des Focus die Regierungsspitze in Kiel gestoppt. Zurecht.
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HSH Nordbank und der Aufsichtsrat

Oktober 21, 2009

Der Aufsichtsrat einer Bank, und von Unternehmen im Allgemeinen, hat die Aufgabe den Vorstand zu beaufsichtigen, damit dieser seinen Pflichten nachkommt. Dazu ist es sicher erforderlich, dass der Aufsichtsrat die Pflichten des Vorstands kennt. Der Aufsichtsrat der HSH Nordbank scheint diese aber nicht zu kennen. Nicht einmal der alte Erdnuss-Hase Hilmar Kopper.
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CDU und FDP zur HSH Nordbank

Oktober 19, 2009

Das Abendblatt berichtet von folgenden Plänen der Koalition aus CDU und FDP in Schleswig-Holstein:

Schleswig-Holstein trennt sich „schnellstmöglich“ von seinen HSH-Anteilen.

Zur Trennung von den Anteilen: Das bringt nichts (mehr). Auch ohne Anteile steckt Schleswig-Holstein knietief in der Haftung. Zum einen über die noch laufende Gewähträgerhaftung bei alten HSH-Anleihen, zum anderen über die 10 Milliarden Garantie aus dem Frühjahr 2009.

Ich glaube auch nicht, dass sie sonderlich viel Geld für ihre Anteile erhalten werden. Aber wenigstens verhindert ein Verkauf eine Wiederholung des ganzen Desasters.

Weitere Landeshilfen für die Bank gibt es nicht.

Das ist doch mal vernünftig. Aus landespolitischer Sicht wäre es aber sicher besser gewesen, diese Einsicht schon im Frühjahr gehabt zu haben und den SoFFin die Bank retten lassen. Jetzt sitzt Schleswig-Holstein auf Milliardenrisiken, die für so ein kleines klammes Land nicht tragbar sind. Aber der Schleswig-Holsteiner ist ein gutmütiger Mensch und hat Carstensen trotzdem wiedergewählt. Jeder hat die Regierung, die er verdient.

Die Spielbanken (bisher HSH) werden privatisiert.

Wie soll das gehen? Die Spielbanken befinden sich soweit ich weiß im Besitz der HSH Nordbank. Da kann sich Schleswig-Holstein zwar im Aufsichtsrat dafür einsetzen sie zu verkaufen, es müssen aber auch die anderen Eigentümer zustimmen. Und selbst wenn die zustimmen, fließt das Geld aus dem Verkauf immer noch an die HSH und nicht an den Landeshaushalt.

Das Sparkassengesetz wird gelockert, um den Kreditinstituten eine bessere Eigenkapitalausstattung zu ermöglichen.

Da bin ich gespannt und werde berichten.


HSH Nordbank: Das Omertà ist gebrochen

Oktober 17, 2009

In der Sprach der Mafiosi beschreibt das Omertà ein Schweigegelübte. Kein Mafiamitglied darf mit Außenstehenden über Interna der Mafia sprechen. Oft leugnen die Mitglieder die Existenz der Mafia völlig. Das Omertà gilt auch innerhalb der Mafia. Mafiosi in unteren Hierachiestufen erhalten nur sehr begrenzt Informationen. Nicht mehr als notwendig. Damit verhindert die Mafia, dass einer auspackt. Wenn aber eine Gangster aus der Führungsriege auspackt, dann bricht alles zusammen.
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Medien-Maulkorb: Schleswig-Holstein wird piratenfreie Medienzone

September 19, 2009

Die CDU wird zunehmend nervös angesichts der Aufmerksamkeit, welche die Piratenpartei erlangt. Anders ist wohl kaum zu erklären, dass „die 14 Tageszeitungen der SHZ-Gruppe nicht über die Piraten oder die Freien Wähler berichten dürfen.“. Die Chefredaktion der CDU-nahe SHZ-Gruppe hat den eigenen Journalisten ein entsprechendes Verbot erteilt. Dies gilt auch für Berichterstattung über die Freien Wähler.
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Wulff will Fusion von NORD/LB und HSH Nordbank

August 29, 2009

Ein paar Dinge sind klar. Erstens werden einige Landesbanken verschwinden. Es gibt einfach zu viele davon. Die Experten streiten sich noch darüber, wie viele denn übrig bleiben sollten. Die Vorschläge gehen von drei bis null. Des weiteren ist auch klar, wie die Reduktion abläuft: Fusionen und Verkäufe. Nur wenn es konkret wurde, habe immer alle zurück geschreckt. Eine neuen Anlauf macht Niedersachsens Ministerpräsident und schlägt die Fusion der NORD/LB und der HSH Nordbank vor. Firmensitz des neuen Instituts: Hannover.
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Schleswig-Holstein steht vor dem Bankrott

Juli 22, 2009

Dank zu hoher Staatsausgaben im Allgemeinen und der Rettung der HSH Nordbank im Speziellen, steht nach Ansicht des Steuerzahlerbundes das Land Schleswig-Holstein for der Pleite. Harte Einschitte seinen erforderlich.
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Der perfekte Wähler

Juli 18, 2009

Der perfekte Wähler aus Sicht eines Politikers ist der, der alle Fehler vergisst oder verzeiht. Wenn man als Regierungschef die Staatskassen kann bis man selber um Hilfe betteln muss und trotzdem als kompetent gilt. Wenn man Krisen so schlecht managt, dass sogar die eigenen Fachminister das Weite suchen und man trotzdem für eine gute Führungskraft gehalten wird. Wenn man man das Parlament und die Öffentlichkeit belügen kann und trotzdem der beliebteste Politiker ist. Wenn es einem nicht negativ ausgelegt wird, dass man schnell Neuwahlen anstrebt, bevor der totale finanzielle Kollaps eintritt.

Kurz: Der perfekte Wähler ist Schleswig-Holsteiner. Herzlich Glückwunsch Herr Carstensen, zur wahrscheinlichen Wiederwahl. Sie haben es sich wahrlich nicht verdient, aber solche Wähler haben auch nichts besseres als Sie verdient.

Update:
Herr Carstensen hat seine Lüge inzwischen wenigstens zugegeben.


HSH: Freytag schickt Peiner vor

Juli 17, 2009

Es hat sich in den letzten Jahren eingebürgert, dass Politiker nie zurücktreten – egal was kommt. Manche Skandale sind aber so groß, dass sich dieses unehrenwerte Ziel nicht halten lässt. Der Skandal um die HSH Nordbank gehört wohl dazu. Anders ist der Aufbau von Wolfgang Peiner als Sündenbock nicht zu erklären. Plötzlich wird sein Name in verschiedenen Artikeln lanciert.
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HSH Nordbank überrascht mit guten Zahlen(, oder?)

April 29, 2009

Es klingt super. Die HSH Nordbank meldet:

Das Ergebnis vor Steuern, Restrukturierungsaufwand und Verlustübernahme beläuft sich gemäß testierten IFRS-Zahlen auf -2,6 Milliarden Euro. Nach Steuern, Restrukturierungsaufwand und Verlustübernahme beträgt der Konzernjahresfehlbetrag 2,7 Milliarden Euro. Damit ist der Fehlbetrag rund 200 Millionen Euro geringer als die vorläufig veröffentlichten Zahlen vom Februar 2009.

Ich wage mal einen zweiten Blick.
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HSH Nordbank: Niedmers verstieß gegen Abgeordnetengesetz

April 15, 2009

Kurzer Hinweis auf einen Artikel in der „Welt“:

Der CDU-Bürgerschaftsabgeordnete Ralf Niedmers hat nach Darstellung der Bürgerschaftskanzlei gegen Verhaltensregeln des Abgeordnetengesetzes verstoßen. Niedmers hätte in seiner Funktion als Chef des Haushaltsausschusses der Öffentlichkeit eine mögliche Interessenverknüpfung offenbaren müssen, heißt es in einem am Dienstag veröffentlichten Schreiben von Bürgerschaftspräsident Berndt Röder an den Ältestenrat. Hintergrund ist die Tatsache, dass der Unionspolitiker als Geschäftsführer einer „Enkeltochter“ der HSH Nordbank arbeitet.

Der gute Herr Niedmers hat mit dem Votum für die Staatshilfen also sein eigenes Geschäftsführergehalt gesichert. Ein möglicher(?) Interessenkonflikt, der hätte offen gelegt werden müssen.

Update:
Der Stern legt weitere Unzulänglichkeiten des Instituts offen. Demnach wurden in einem Bericht aus 2007 eklatante Mängel im Risikomanagement festgestellt.
Wann übernimmt da eigentlich endlich jemand politische Verantwortung?

Update 2:

Niedmers ist vom Vorsitz des Haushaltsausschuss zurückgetreten. Freilich kein Karriereknick: Er ist jetzt dafür im Europaauschuss. Prima, dann kann er sich ja gleich mit möglichen Sorgen der EU bezüglich der HSH-Hilfen auseinandersetzen.


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