Top10 Staatspleite-Risiko vom 06.05.2010: Nicht nur Griechenland

Mai 6, 2010

PIIGS ist die hipste Buchstaben-Kombo der Tage. Ständig liest man von Ansteckung und Schuldenkrisen. Ein Blick auf die Zahlen zeigt ein anderes Bild.
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Staatsbankrott-Risiko: 03.03.2010

März 3, 2010

Neues von der Länderrisiko-Front:

  • Griechenland hat angefangen seinen Hausaufgaben zu machen und verzeichnet zurückgehende Risikoprämien. Besser noch machen es die anderen sogenannten PIGS. Portugal, Italien und Spanien mit deutlich gesunkenem Kreditpreisen.
  • Auch Island kommt gut aus den vergangenen Wochen – trotz des anstehenden Referendums zur Rückzahlung der Auslandsschulden der isländischen Banken.

Da muss ja vielleicht gar keine Euros mehr gedruckt und nach Südeneuropa zur Rettung überwiesen werden.
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Über die gegenseitige Abhängigkeit der Eurostaaten

Februar 7, 2010

Barclays Capital hat eine interessante Hauptkomponentenanalyse der Staatsanleihen im Euroraum gemacht. Das Resultat sieht so aus.

Hauptkomponentenanalyse der Euro-Staatsanleihen

Hauptkomponentenanalyse der Euro-Staatsanleihen


Den ersten Faktor kann man als generelles Zinsniveau interpretieren. Wenn die risikolosen Zinsen des Euros steigen, so steigen sie auf allen Staatsanleihen der Eurozone, ganz unabhängig davon in welchen finanziellen Zustand sich das Land befindet. Wenn beispielsweise die Inflationserwartung steigt, so steigen die Zinsen und alle müssen mehr zahlen. Ebenso, wenn das erwartete reale Wachstum steigen sollte.

Der zweite Faktor ist aber interessanter. Er lässt sich als Risikofaktor interpretieren. Hier ist besonders spannend, dass die Sensitivität der PIGS gegenüber Änderungen des Faktors ein positives Vorzeichen, Deutschland aber ein negatives aufweist. Wenn also beispielsweise Griechenlands Zinsen stiegen, so müssen die Deutschen weniger für ihre Schulden zahlen (Szenario: Deutschland zahlt nicht und Griechenland muss sich selber helfen) und wenn die Griechen in den Genuss geringer Zinsen kommen, so müssen die Deutschen mehr zahlen (Szenario: Deutschland finanziert den Griechen deren grotesk große Beamtenapparat).

Da der Betrag des Koeffizients Deutschlands immerhin halb so hoch ist wie der der griechischen Staatsanleihen, kann man Deutschland nur warnen sich mit einer Rettungsaktion nicht zu übernehmen. Es könnte schnell die Wirtschaftskraft Deutschlands überschreiten und einen Bankrott Deutschlands nach sich ziehen. Oder aber die Zinsen steigen weil die Inflation steigt.


Top 10 der Staatsbankrott-Risiken: Update 10.12.2009

Dezember 10, 2009

In den letzten zwei Wochen gaben die meisten Spreads leicht nach. Aber die Märkte scheinen wieder mehr zu differenzieren. Ausgewählte Länder haben sich – zum Teil stark – verschlechtert. Insbesondere Argentinien und Venezuela sahen Spreaderhöhungen von 20% und Island mit 16%. Dagegen ist die Ausweitung bei Griechenland mit 7% noch moderat, auch wenn es sicher schmerzt nun hinter der Türkei zu liegen.

Übrigens ist Deutschland endlich wieder das sicherste Land der Welt. (Malta zählt nicht, weil CDS-Markt illiquide). Vielleicht hat die Opposition der Länder gegen das Staatsschuldenerhöhungsgesetz Wachstumsbeschleunigungsgesetz geholfen.
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Top 10 der Staatsbankrott-Risiken: Update 26.11.2009

November 26, 2009

Dubai schockte die Finanzwelt mit dem Eingeständnis massiver Zahlungsschwierigkeiten. Sorgen haben nun auch die anderen Emirate: Sie fürchten die Schwierigkeiten Dubais könnten sie auch in Bredouille bringen. Kein Wunder, denn bisher ist Abu Dhabi immer eingesprungen, wenn Dubai kein Geld hatte. Tun sie es nun auch, so könnten dies die eigene Zahlungsfähigkeit gefährden. Tun sie es nicht, so könnten die Investoren denken, dass Abu Dhabi dazu nicht mehr in der Lage ist. Beides schlecht.

Stammleser dieses Blogs kann das nicht wirklich überraschen. Schließlich hatte ich schon im Februar über das Platzen der Blase in Dubai berichtet. Entsprechend wurde Dubai schon lange in unserer Top-10 geführt. Beim letzten Update lag Dubai auf dem wenig schmeichelhaften 9. Platz mit einer Ausfallwahrscheinlichkeit von 46% in den kommenden 10 Jahren. Das war freilich vor den aktuellen Berichten. Daher jetzt mal ein Update.
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Debt-Equity-Swaps als Lösung für die Bankenunterkapitalisierung

September 2, 2009

Seit Beginn des Blogs schreibe ich in regelmäßigen Abständen, dass es eine gute Idee wäre bei Banken im Insolvenzfall Debt-Equity-Swaps zu erzwingen. Das heißt, dass an Stelle eines normalen Insolvenzverfahrens (i.d.R. ein Verkauf der Aktiva), werden Anleihen der Bank zwangsweise in Aktien umgetauscht. Und zwar so viele, das eine ausreichende Kapitalisierung der Bank wieder hergestellt ist. Verschiedene Ökonomen unterstützen die Idee. Ein neuer prominenter ist hinzugestoßen: Willem Buiter: Forget Tobin tax: there is a better way to curb finance. Hier noch die anderen:
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Neue Gedanken zur Inflationserwartung

August 24, 2009

In unregelmäßigen Abständen veröffentliche ich hier immer die Markterwartungen der Inflationsraten. Hier ein Update aufgehübscht mit einer neuen Analyse.
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Entwicklung Staatsbankrott-Risiko: 24.08.2009

August 24, 2009

Aus dem Urlaub zurück. Also gleich mal die Zahlen aktualisieren:
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Kreditklemme, oder nicht?

Juli 9, 2009

Wenn man Unternehmen fragt, so klagen viele über verschlechterte Kreditkonditionen. Wenn man die Banken fragt, so verweisen viele auf gleichbleibende oder gar gestiegene Kreditsummen. Wenn man Herrn Steinmeier fragt, so beklagt er eine Kreditklemme. Wenn man Herrn Guttenberg fragt, so gibt es keine. Was ist los?
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Bad Banker oder Bad Politiker?

Juli 6, 2009

Es ist schwierig in das Gehirn eines Politikers hinein zu schauen. Zu seltsam sind die Aussagen und Gesetze, die unser Zusammenleben regeln sollen. Und doch ist es wieder einfach, sie zu verstehen. Man muss nur von der These ausgehen: Alles was scheinbar Wählerstimmen bringt wird gemacht.

Das scheint jedenfalls immer wieder die plausibelste Erklärung dafür, dass nun Politiker jeder Farbe auf die Banken hauen, weil diese eine restriktive Kreditvergabe haben. Es gibt ja viele Gründe Banken zu schelten, aber das ist nun gerade keiner.
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Schwappt die Buchstabensuppe nach Europa?

Juni 2, 2009

Eine der großen Leistungen der US-Regierung und der FED war es, jedes ihrer Hilfsprogramme mit einem eigenen Buchstabenkürzel zu versehen. Die Abkürzungen sind alle sehr ähnlich und es ist für Otto-Normal-Zeitungsleser unmöglich da die Übersicht zu behalten und zu wissen worüber der Artikel gerade spricht. Eines von den Programmen, soll jetzt nach Wunsch der Bank-Lobbyisten auch nach Europa kommen.

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Bankbilanzierung: Mehr Vernebelung

Mai 24, 2009

Von den Möglichkeiten Wertpapiere weit über ihren Marktwerten zu Bilanzieren berichteten wir bereits. Ohne diese Bilanzierungsänderung wären viele bis alle Banken in Deutschland bankrott, dass sind sie nun natürlich auch aber sie müssen es nicht mehr zugeben. Die BaFin-Chef Sanio beschwert sich nun über eine weitere Art sich reich zu rechnen:
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Kreditkrise: Ratings zu schlecht? Augen zu hilft!

Mai 4, 2009

Man kann Politikern viele Dinge vorwerfen, aber sicher nicht problemorientiert zu sein. Nein, dass sind sie wahrlich nicht. Echte Politiker denken in Lösungen. Der deutsche Mittelstand steuert auf eine Kreditkrise zu. Der Grund die Ratings sind zu schlecht. Aber keine Sorge, CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt hat schon eine Lösung:
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Ausfallrate bei US-Immobilien steigt weiter

März 12, 2009

Wie erwartet sind die Ausfallraten bei US-Immobilienkrediten weiter gestiegen. Damit scheinen die Pessimisten bei der Bewertung der MBS wieder ein Stück Boden gewonnen zu haben.

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Good Bank zur Rettung des Finanzsystems

Februar 22, 2009

Der Staat macht vieles falsch, bei dem Versuch eine neue Wirtschaftsdepression abzuwenden. Insbesondere die Rettungsaktionen im Finanzsystem sind stümperhaft geblieben. Wir haben aufgezeigt, dass man auch ohne das Verbrennen gigantischer Mengen von Staatsgeld Banken rekapitalisieren kann. Eine neue Variante wird jetzt von Willem H. Buiter vorgeschlagen: Die Good-Bank.

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