HSH Nordbank: Weg frei für Nonnenmachers Bonus

November 17, 2010

Stammleser dieses Blog haben es schon vor einem Jahr gewusst: Die HSH Nordbank fährt pünktlich zum Jahresbeginn 2011 wieder Gewinne ein:

Die Landesbank von Hamburg und Schleswig-Holstein hat im dritten Quartal 2010 zum ersten Mal seit zwei Jahren einen Konzernüberschuss erwirtschaftet. Das sagte Vorstandschef Dirk Jens Nonnenmacher am Mittwoch bei einer Branchenkonferenz in Frankfurt. Die Bank sei durch eine harte Restrukturierung gegangen und habe große Fortschritte gemacht. Die Quartalszahlen will das Institut Ende November bekanntgeben.

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HSH Nordbank: Und wieder der Ruf nach dem Staat

Juli 22, 2010

Das Manager-Magazin hat einen Bericht über eine erneute „Finanzierungslücke“ der HSH Nordbank aufgrund ihres Schiffsportfolios. Soweit war das zu erwarten. Die Schiffe dürften angesichts der angespannten Lage auf den Weltmeeren nun nicht gerade Geld scheffeln. Aber die Manager Magazin führt eine ganz andere Begründung als Kreditverluste an:

Auslöser des gestiegenen Finanzbedarfs sind vor allem die überwiegend in US-Dollar ausgereichten Schiffsfinanzierungen der Landesbank.[..]

Seit Ausbruch der Finanzkrise kann sich die HSH Nordbank, wie viele andere Landesbanken auch, am Kapitalmarkt nicht mehr zu akzeptablen Konditionen in Dollar refinanzieren. Deswegen muss sich die Bank in Euro refinanzieren und die eingesammelten Mittel dann mittels kurzfristiger Swapgeschäfte in Dollar tauschen.

Aufgrund des Wertverfalls der Euro-Währung musste die Bank seit Beginn dieses Jahres einen immer höheren Betrag aufwenden, um ihr Schiffsportfolio zu decken. Der zusätzliche Finanzierungsbedarf liegt laut Insidern bei bis zu sechs Milliarden Dollar.

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HSH Nordbank: Bilanz 2009

März 17, 2010

Im Geschäftsjahr 2009 konnte die HSH Nordbank ihren Verlust verringern. Es gingen „nur noch“ 700 Millionen Euros verloren. Fast vergessen ist die eigentliche Aufgabe eines Unternehmens, namentlich die Gesellschafter mit Gewinnen zu versorgen. Die Gesellschafter, also die deutschen Steuerzahler, dürften ohnehin nicht sonderlich begeistert über das Ergebnis sein, denn die Verbesserung wurde durch eine Steuergutschrift erreicht. Operativ sieht die Lage mau aus wie eh und je.
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Populist Beust will HSH Nordbank verkaufen

Dezember 23, 2009

Eins vorab: Ich bin der Meinung, dass der Staat ein ganz schlechter Bänker ist und eine Bank nichts im Staatsbesitz verloren hat. Insofern ist ein Verkauf der HSH Nordbank eine gute Sache. Nur geht er völlig am Problem vorbei.
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NORD/LB: Vorstand Halblaub tritt zurück

Dezember 21, 2009

Zeit meldet:

Das bei der Norddeutschen Landesbank für das Kapitalmarktgeschäft zuständige Vorstandsmitglied Martin Halblaub verlässt die Bank überraschend. Grund seien unterschiedliche Auffassungen über den Ausbau und die weitere strategische Ausrichtung der Kapitalmarktaktivitäten der Bank, teilte die Nord/LB am Montag in Hannover mit.

[..]

Aus Branchenkreisen verlautete, der 42-jährige Halblaub habe darauf gedrängt, das Kapitalmarktgeschäft auszubauen. Dies habe [Vorstandschef] Dunkel aber abgelehnt.

Die Ablehnung kann ich gut nachvollziehen. Immerhin hat Halblaub das Kapitalmarktgeschäft bei der HSH Nordbank stark ausgebaut. Der „Erfolg“ ist bekannt.


HSH Nordbank: Carstensen – Realität 0:1

Dezember 10, 2009

Das Hamburger Abendblatt zitiert Carstens:

Die gemeinsame Landesbank von Hamburg und Schleswig-Holstein sei zwar „nicht in einer komfortablen Situation“, es gebe mittlerweile aber eine „gewisse Beruhigung“, sagte Carstensen.

Und was sagt die HSH Nordbank selbst darüber?
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HSH Nordbank: Peter Rieck und Jochen Friedrich werden entlassen

November 8, 2009

Focus berichtet:

Aufsichtsratschef Hilmar Kopper will nach FOCUS-Informationen auf einer außerordentlichen Sitzung des Kontrollgremiums am Dienstag beschließen lassen, dass die Verträge des stellvertretenden Vorsitzenden Peter Rieck und des Kapitalmarktvorstandes Jochen Friedrich aufgelöst werden.

Grundlage für die geplante Entlassung ist ein Gutachten der Kanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer über Verfehlungen bei Geschäften der Bank. Bei den Milliarden-Deals Omega 52 und Omega 55 wurden hohe Risiken vorübergehend ausgelagert. Auf diese Engagements musste die HSH später 517,3 Millionen Euro abschreiben. Die beiden Vorstände sollen dafür die Hauptverantwortung tragen.

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Die Boni der neuen HSH-Vorstände

November 2, 2009

Der Alt-Deutschbänker und Neu-HSH-Aufsichtsrat Hilmar Kopper hat Martin von Gemmeren und Constantin von Oesterreich mit Boni-Zusagen in den Vorstand gelockt, die über dem Maximalbetrag von 500.000 Euro liegen, den Hamburg und Schleswig-Holstein festgelegt haben. Diese Regelung hat nach Informationen des Focus die Regierungsspitze in Kiel gestoppt. Zurecht.
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Staatsanwalt: Anfangsverdacht auf Bilanzfälschung bei der HSH Nordbank

Oktober 27, 2009

Was der gesunde Menschenverstand schon immer meinte, meint jetzt auch der Staatsanwalt:

Man muss hier auch immer prüfen, ob nicht möglicherweise Bilanzfälschung, also unrichtige Darstellungen im Sinne des Handelsgesetzbuches vorliegen.

Zudem habe sich der Anfangsverdacht der Untreue „weiter bekräftigen lassen“.

Siehe auch heute.de


HSH Nordbank: Martin van Gemmeren’s Vergangenheit

Oktober 21, 2009

Martin van Gemmeren soll ja Vorstand der Abbaubank werden. Nach Informationen der Zeit, muss er Geschäfte abbauen, die er selbst mit ermöglicht hat. Den Rest des Beitrags lesen »


HSH Nordbank und der Aufsichtsrat

Oktober 21, 2009

Der Aufsichtsrat einer Bank, und von Unternehmen im Allgemeinen, hat die Aufgabe den Vorstand zu beaufsichtigen, damit dieser seinen Pflichten nachkommt. Dazu ist es sicher erforderlich, dass der Aufsichtsrat die Pflichten des Vorstands kennt. Der Aufsichtsrat der HSH Nordbank scheint diese aber nicht zu kennen. Nicht einmal der alte Erdnuss-Hase Hilmar Kopper.
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CDU und FDP zur HSH Nordbank

Oktober 19, 2009

Das Abendblatt berichtet von folgenden Plänen der Koalition aus CDU und FDP in Schleswig-Holstein:

Schleswig-Holstein trennt sich „schnellstmöglich“ von seinen HSH-Anteilen.

Zur Trennung von den Anteilen: Das bringt nichts (mehr). Auch ohne Anteile steckt Schleswig-Holstein knietief in der Haftung. Zum einen über die noch laufende Gewähträgerhaftung bei alten HSH-Anleihen, zum anderen über die 10 Milliarden Garantie aus dem Frühjahr 2009.

Ich glaube auch nicht, dass sie sonderlich viel Geld für ihre Anteile erhalten werden. Aber wenigstens verhindert ein Verkauf eine Wiederholung des ganzen Desasters.

Weitere Landeshilfen für die Bank gibt es nicht.

Das ist doch mal vernünftig. Aus landespolitischer Sicht wäre es aber sicher besser gewesen, diese Einsicht schon im Frühjahr gehabt zu haben und den SoFFin die Bank retten lassen. Jetzt sitzt Schleswig-Holstein auf Milliardenrisiken, die für so ein kleines klammes Land nicht tragbar sind. Aber der Schleswig-Holsteiner ist ein gutmütiger Mensch und hat Carstensen trotzdem wiedergewählt. Jeder hat die Regierung, die er verdient.

Die Spielbanken (bisher HSH) werden privatisiert.

Wie soll das gehen? Die Spielbanken befinden sich soweit ich weiß im Besitz der HSH Nordbank. Da kann sich Schleswig-Holstein zwar im Aufsichtsrat dafür einsetzen sie zu verkaufen, es müssen aber auch die anderen Eigentümer zustimmen. Und selbst wenn die zustimmen, fließt das Geld aus dem Verkauf immer noch an die HSH und nicht an den Landeshaushalt.

Das Sparkassengesetz wird gelockert, um den Kreditinstituten eine bessere Eigenkapitalausstattung zu ermöglichen.

Da bin ich gespannt und werde berichten.


HSH Nordbank: Das Omertà ist gebrochen

Oktober 17, 2009

In der Sprach der Mafiosi beschreibt das Omertà ein Schweigegelübte. Kein Mafiamitglied darf mit Außenstehenden über Interna der Mafia sprechen. Oft leugnen die Mitglieder die Existenz der Mafia völlig. Das Omertà gilt auch innerhalb der Mafia. Mafiosi in unteren Hierachiestufen erhalten nur sehr begrenzt Informationen. Nicht mehr als notwendig. Damit verhindert die Mafia, dass einer auspackt. Wenn aber eine Gangster aus der Führungsriege auspackt, dann bricht alles zusammen.
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Luis Marti-Sanchez bei der NORD/LB

Oktober 12, 2009

Wie das Abendblatt berichtet ist auch die Information bestätigt worden, dass der mutmaßliche HSH Nordbank-Betrüger, Luis Marti-Sanchez, bei der NORD/LB arbeitet. Damit sind entsprechende Meldungen in diesem Blog von vor einer Woche bestätigt worden. Bleibt eigentlich nur noch ein unbestätigtes Gerücht: „Sanchez hat auch die HSH Norbank auf einen Millionenbetrag verklagt.“. So wie er es schon mit seinem vorherigen Arbeitgeber durchgezogen hat. Dem Abendblatt gegenüber wollte sich die NORD/LB zu Marti-Sanchez nicht äußern. Update: Die FAZ meldet, dass die Nord/LB Luis Marti-Sanchez suspendiert hat. Es gibt sie noch – die guten Nachrichten. Das könnte jetzt auch für Nord/LB-Vorstand Halblaub eng werden. Er hat Sanchez zur NORD/LB geholt. Sowieso kannt er ihn gut. Schließlich war Sanchez sein Stellvertreter und Nachfolger bei der HSH Nordbank.

Update 30.10.2010: Linkfix

Update 02.12.2014:

Der Assistent von Herrn Sanchez in dessen neuer Firma QuantFS bat uns den Hinweis aufzunehmen, dass es zu keiner Verurteilung von Herrn Sanchez kam und nach Herrn Sanchez eigener Aussage noch nicht einmal zu einem Ermittelungsverfahren. Wir haben keinen Überblick über den weiteren Verlauf des Falles und können dies somit weder bestätigen noch dementieren, kommen dem Wunsch nach einem Hinweis aber gerne nach.


Wulff will Fusion von NORD/LB und HSH Nordbank

August 29, 2009

Ein paar Dinge sind klar. Erstens werden einige Landesbanken verschwinden. Es gibt einfach zu viele davon. Die Experten streiten sich noch darüber, wie viele denn übrig bleiben sollten. Die Vorschläge gehen von drei bis null. Des weiteren ist auch klar, wie die Reduktion abläuft: Fusionen und Verkäufe. Nur wenn es konkret wurde, habe immer alle zurück geschreckt. Eine neuen Anlauf macht Niedersachsens Ministerpräsident und schlägt die Fusion der NORD/LB und der HSH Nordbank vor. Firmensitz des neuen Instituts: Hannover.
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