Handel mit Emissionszertifikaten eingestellt

Januar 19, 2011

Schon gestern schrieb ich, dass eine große Menge an CO2-Emissionsrechten gestohlen wurde und das dies bereits den Handelspreis negativ beeinflusst. Die Marktteilnehmer haben Angst gestohlene Zertifikate zu erwerben. Nun berichtet auch Spon darüber, weil der Handel inzwischen komplett eingestellt wurde:

Wegen Sicherheitslücken hat die EU-Kommission den europäischen Emissionsrechtehandel nahezu komplett gestoppt. Die Verfügung umfasse die meisten Transaktionen und gelte mindestens bis zum 26. Januar, teilte die Kommission am Mittwoch mit.

Da bin ich mal gespannt, was das für eine Sicherheitslücke sein soll. Vermutlich die Tatsache, dass die Zertifikate über Landesgrenzen hinweg kam nach zu verfolgen sind.
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Der Bund soll für Phishing des CO2-Handels gerade stehen

September 28, 2010

Es war das Phishing des Jahres: Gauner haben mit einer recht primitiven Phishing-Email, die heutzutage keinen technophoben Online-Banker mehr in die Falle lockt, einige Konten im Emissionshandelsregister DEHSt geräumt. Die Geschädigten wollen nun das Geld vom Bund zurück. Vorgeschobener Grund: „Während andere von der Attacke ebenfalls betroffenen Behörden in Europa gleich morgens vor der Phishing-Mail gewarnt hätten, habe die DEHSt dies erst am späten Nachmittag getan„. Das ist lächerlich. Ich hoffe der Richter weiß die Eigenverantwortung im Online-Banking richtig einzuschätzen.


Kritik des Emissionshandels

September 19, 2010

Sawyer Glacier3

Image by lvn8ive via Flickr

Im Blog Wirtschaftswurm, bin ich auf eine Kritik zum Emissionshandel gestoßen, die ich hier gerne kommentieren möchte, weil ich den Emissionshandel optimistischer sehe.  Der Arne Kuster von Wirtschaftswurm kritisiert drei Punkte:

  • Karusselgeschäfte zwecks Mehrwertsteuerbetrug
  • Emissionsrechte werden verschenkt
  • Projektbetrug bei der Erzeugung von Emissionsreduktionsnachweisen (CER)

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Cap’n’Trade: Certified Emission Reductions

Dezember 27, 2009

In der EU herrscht ein Marktmechanismus zur Begrenzung und Reduktion von CO2-Emissionen. Die Gesamtmenge der Emissionen wird begrenzt und jeder kann sich das Recht kaufen einen Teil der erlaubten Menge zu verbrauchen. Dieses Recht wird durch sogenannte European Emission Allowances (EUA) verbrieft. Es geht jedoch auch ohne. Man kann sich im Rahmen des Kyoto-Protokolls bestätigen lassen, dass man anderswo CO2-Emissionen in der gleichen Menge eingespart hat. Diese Zertifikate nennt man Certified Emission Reductions (CER) und die Reduktionen können in allen Entwicklungs- und Schwellenländern stattfinden.
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Hoffnung für Kopenhagen?

Dezember 18, 2009

Der europäische Handel von „European Emission Allowances“, also CO2-Emissiongenehmigungen, baut auf der Effizienzmarkthypothese auf. Die Idee ist einfach, wenn eine CO2-Emission einen Börsenpreis hat, so wird immer der CO2 sparen, der dies besonders günstig kann. Es spart nämlich der CO2-Emissionen, für den das Sparen der Emission billiger ist als der Ankauf des Emissionsrechts. Steigt der Preis nun, so lohnt sich der Emissionsverzicht für weitere Marktteilnehmer. Fällt der Preis, so ist dies ein Zeichen dafür, dass der Markt erwartet, dass zukünftig weniger CO2 gespart werden muss als noch zuvor vermutet. Während der Kopenhagener Klimakonferenz ist der Marktpreis um 5,6% gefallen. Die Politik hat es also tatsächlich geschafft die ohnehin niedrigen Markterwartungen an die Konferenz zu unterbieten.
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