Ein Tee mit Nuriel Rubini

August 31, 2010

Spannend vor allem seine Meinung zu China ab Minute 10:40.

(via Egghat)

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Brüssel will Rating-Agenturen scharf kontrollieren

Juni 1, 2010

Große Pläne unserer Überregierung in Brüssel: Jetzt sollen die Rating-Agenturen in die Mangel genommen werden:

Die EU will Rating-Agenturen offenbar strenger kontrollieren – und bei Regelverstößen streng bestrafen. Die geplante europäische Börsenaufsicht ESMA solle dafür umfangreiche Ermittlungsbefugnisse erhalten, zitierte das „Handelsblatt“ aus einem Verordnungsentwurf des zuständigen EU-Kommissars Michel Barnier.

Im Verdachtsfall solle die ESMA die Büros der Bonitätsprüfer durchsuchen, Geschäftsunterlagen aller Art anfordern und Verdächtige verhören. Falls sich ein Verdacht bestätigt, wolle die EU-Kommission auf Vorschlag der ESMA Geldstrafen gegen die betroffene Rating-Agentur verhängen.

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Wie die Politik den Euro „rettet“

Mai 15, 2010

Eine sehr schöne Grafik vom Blog „Wirtschaftsquerschuss“ zum Thema Euro-Rettung:

Wie die Politik den Euro "rettet"

Wie die Politik den Euro "rettet"


Wer solche „Retter“ hat braucht keine Feinde mehr und auch keine Verschwörungen irgendwelcher Spekulaneten oder Hedge-Fonds.


Euro-Währungskrise: Trichet und Merkel versuchen den Spin

Mai 15, 2010

Nachdem die EZB jede Menge Kritik dafür einstecken musste im Rahmen des „Euro-Rettungspaket“ Staatsanleihen der Euroländer zu kaufen, versucht EZB-Präsident Trichet in die wenigstens medial in die Offensive zu gehen:

Trichet verteidigte die Unabhängigkeit seiner Institution vehement. Zu der umstrittenen Entscheidung der EZB, erstmals Anleihen bedrängter EU-Staaten aufzukaufen, sagte er, nicht die EZB sei schwach gewesen, sondern die Regierungen mit ihren hohen Schulden: „Mitnichten haben wir den Staats- und Regierungschefs nachgegeben. Bei unserer Entscheidungsfindung fließt allein unsere eigene Beurteilung der Situation ein. Wir hören nicht auf die ‚Empfehlungen‘ der Regierungen, Märkte und Tarifparteien“, sagte der EZB-Präsident. Dass die Maßnahmen inflationär wirken können, leugnete er: „Wir schöpfen die zusätzliche Liquidität wieder vollständig ab, jeden einzelnen Euro.“

Wenig glaubwürdig. Warum genau kauft die EZB die Staatsanleihen dann überhaupt? Sie nimmt das Kreditrisiko auf ihre Bücher und sollte es zu einer Staatspleite kommen, so kann die EZB die ausgegebenen Euros nicht mehr einsammeln, weil ihr das Kapital fehlt.

Auch Angela Merkel versucht sich darin, die Märkte mit Lügen zu beruhigen:

„Das eigentliche Problem sind insbesondere die hohen Haushaltsdefizite in den Euro-Ländern“, sagte die CDU-Chefin. Der Rettungsschirm für den Euro nur eine vorläufige Lösung.

Deutschland bestehe darauf, dass das „Problem bei der Wurzel angepackt werden muss, das heißt, dass die Länder die Staatsfinanzen in Ordnung bringen und sich um eine bessere Wettbewerbsfähigkeit bemühen müssen“, sagte Merkel.

Sprach es und wies ihre Buchhalter an, in bester griechischer Tradition die Schulden zu verstecken statt zu senken, um so das Sparen zu vermeiden.

Sowohl Trichet als auch Merkel bezeichnen die Krise als größte Herausforderung seit dem zweiten Weltkrieg, wenn nicht sogar seit dem ersten. Das ist wirklich so. Aber dann sollten die hohen Herren und Damen endlich mal aufwachen und einsehen, dass wir unser Problem nicht weglügen können, sondern nur noch durch echtes entschlossenes Handeln lösen. Bedauerlicherweise ist Merkel eher durch das Gegenteil aufgefallen. Vor der Krise und in der Krise.


Gesetz zum Erhalt der Stabilität der Währungsunion

Mai 3, 2010

Wie alle wichtigen Gesetzentwürfe ist auch das Griechenland-Rettungsgesetz, das jetzt durch das Parlament gepeitscht wird, in der Öffentlichkeit quasi unbekannt. Es ist auch gar nicht so einfach im Internet zu finden. Auf der Webseite der Bundesregierung habe ich jede Menge Propagandamaterial gefunden, aber nicht den Gesetzentwurf, der aktuell zur Abstimmung steht. Zum Glück hatten die Kollegen vom INSM-Blog ein PDF parat. Es ist sehr kurz und lohnt sich zu lesen.
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EZB gibt Griechenland die Druckerpresse

Mai 3, 2010

Heute ist ein schwarzer Tag für den Euro. Die EZB knickt vor dem politischen Druck ein und lässt Griechenland unbegrenzt Geld drucken. Ab sofort akzeptiert die EZB griechische Staatsanleihen unabhängig von ihrer Werthaltigkeit. Da hätte es das EU-Hilfspaket gar nicht gebraucht, denn Griechenland hat nun gar keine Probleme mehr seine Anleihen am Markt zu platzieren. Es kauft sie über eine ihrer Staatsbanken einfach selbst und hinterlegt sie bei der EZB als Sicherheit. Kurz gesagt, es druckt sich die fehlenden Euros einfach.

Ein Minimum an Anstand hätte es geboten, dass diese Ausnahme nur für bestehende Anleihen gilt und nicht für neue. Das hätte das Problem entschärft. Man darf die Frage stellen, warum die EZB dies tut. Für bestehende Anleihen ist die klar: das griechische Bankensystem wäre sonst schnell trockengelegt ohne Euros. Für zukünftige Anleihen gibt es eigentlich nur einen Grund. Die Geberländer wollen frisch gedruckte Euros an Griechenland weiterleiten und nicht die eigene Liquidität belasten. Aber wie groß muss die Not sein, dass man hierfür den Griechen die Druckmaschinen gibt?


Griechenland-Hilfen: Es ist vollbracht

Mai 2, 2010

Gegen die Mehrheitsmeinung der Deutschen, und gegen den Wunsch der Mehrzahl der Griechen, und gegen ökonomische Vernunft, haben die Länder der Eurozone und der IWF ein Hilfspaket für Griechenland beschlossen. Etwa 20 Tage ist es her, da hat die EU und der IWF Griechenland 30 Milliarden zugesagt. Kurz darauf wurde klar, dass es wohl eher 80 Milliarden sind, die Griechenland benötigt. Nun beschlossen die Geberländer sogar 110 Milliarden.
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