Wie unsere Politiker früher zu Mubarak standen

Guido Westerwelle:

In Ägypten traf Westerwelle mit Staatspräsident Husni Mubarak zusammen. Nach dem Gespräch nannte er den Präsidenten „einen Mann von großer Weisheit“, der die Zukunft fest im Blick habe.

Das muss ich wohl nicht weiter kommentieren.
Bundeskanzlerin Angela Merkel:

Chancellor Merkel and President Mubarak agreed on the need for stronger international cooperation in the fight against terrorism. Having reaffirmed the good state of bilateral relations between the two countries, Merkel and Mubarak went on to discuss international issues.

Was Kooperation bei der Terrorismusbekämpfung bedeutet überlasse ich eurer Fantasie. Tips für die Ausgestaltung: Verkauf Überwachungstechnik, Geheimdienstkooperation, Polizeiausrüstung.

Und nochmal Merkel

Unsere bilateralen Beziehungen sind ‑ das darf ich, glaube ich, sagen ‑ sehr gut. Ich habe mich in Gesprächen mit der Regierung heute noch einmal vertieft über die Reformanstrengungen informiert, die hier unternommen werden, und über die Diskussionen, die durchgeführt werden. Erfreulich ist das hohe Wirtschaftswachstum. Deutschland möchte seine Kooperation stärken. Der Bundeswirtschaftsminister, Michael Glos, ist hier mit einer Wirtschaftsdelegation dabei. Ich werde morgen auf einem Wirtschaftsforum auch selber auftreten.

Für die Wirtschaft mit Minister und vollem Einsatz. Die Reformanstrengungen scheinen da untergeordnet zu sein.

Frank-Walter Steinmeier:

Bei einem Treffen mit Präsident Husni Mubarak stellte Steinmeier Ägypten deutsche Unterstützung für eine bessere Grenzkontrolle in Aussicht. Dazu soll eine Gruppe von deutschen Experten aus Bundespolizei und Zoll beratend tätig werden. Zudem könne Deutschland auch „technische Hilfsmittel“ liefern. Nach Angaben aus Teilnehmerkreisen äußerte sich Mubarak über beide Angebote sehr erfreut.

Spricht wohl für sich.

Eine Antwort zu Wie unsere Politiker früher zu Mubarak standen

  1. Gregor K. sagt:

    Es ist nichts neues, dass wirtschaftliche Interessen das Freund Feind Bild bestimmen. Um Demokratie als Wert an sich, den man befördern sollte geht es nie. Bzw. wenn, dann nur vordergründig um einen Krieg an zu zetteln.

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