Die Rohstoffblase wird platzen

Januar 30, 2011

Inflation ist ja gerade mal wieder das heißeste Thema in der Wirtschaftspolitik. Angefacht werden die Inflationsängste durch die stark gestiegenen Rohstoffpreise – allen voran Öl und Lebensmittel. Letztere sind so stark gestiegen, dass in Nordafrika Regime dadurch destabilisiert werden. Meiner Meinung nach ist die Angst übertrieben. Inflation ist eine Möglichkeit, aber an den Rohstoffen würde ich dies nicht unbedingt festmachen. Dies sind nämlich meiner bescheidenen Meinung nach eine Blase.
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Wie unsere Politiker früher zu Mubarak standen

Januar 29, 2011

Guido Westerwelle:

In Ägypten traf Westerwelle mit Staatspräsident Husni Mubarak zusammen. Nach dem Gespräch nannte er den Präsidenten „einen Mann von großer Weisheit“, der die Zukunft fest im Blick habe.

Das muss ich wohl nicht weiter kommentieren.
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Update: CO2-Diebstähle lähmen Emissionshandel

Januar 20, 2011

Gestern hat die EU-Kommission den Handel mit CO2-Emissionszertifikaten ausgesetzt. Inzwischen konnte ich mit unseren Händlern darüber sprechen. Folgende weiteren Hintergrundinfos:
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Handel mit Emissionszertifikaten eingestellt

Januar 19, 2011

Schon gestern schrieb ich, dass eine große Menge an CO2-Emissionsrechten gestohlen wurde und das dies bereits den Handelspreis negativ beeinflusst. Die Marktteilnehmer haben Angst gestohlene Zertifikate zu erwerben. Nun berichtet auch Spon darüber, weil der Handel inzwischen komplett eingestellt wurde:

Wegen Sicherheitslücken hat die EU-Kommission den europäischen Emissionsrechtehandel nahezu komplett gestoppt. Die Verfügung umfasse die meisten Transaktionen und gelte mindestens bis zum 26. Januar, teilte die Kommission am Mittwoch mit.

Da bin ich mal gespannt, was das für eine Sicherheitslücke sein soll. Vermutlich die Tatsache, dass die Zertifikate über Landesgrenzen hinweg kam nach zu verfolgen sind.
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Griechenland deutet Umschuldung an

Januar 18, 2011

Das Griechenland nicht vor der Pleite zu retten ist nicht neu. Schon früh war klar, dass Griechenland gar nicht vor der Pleite gerettet werden kann. Neu ist aber, dass dies auch der stellvertretende Ministerpräsident Griechenland, Pangalos, so offiziell zugibt:

 Griechenland wirbt in der Schuldenkrise um eine Laufzeitverlängerung für seine Staatsverschuldung. Das könnte dazu beitragen, dem Land aus der Schuldenfalle zu helfen, sagte der stellvertretende Ministerpräsident Theodoros Pangalos am Montag dem Fernsehsender Skai TV. Dabei gehe es möglicherweise nicht nur um die Milliarden-Hilfskredite von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF), sondern auch um die sonstigen Schulden in den Händen privater Anleger.

Kurz: Griechenland meldet den Staatsbonkrott an. Den Rest des Beitrags lesen »


Abschwung auf dem Emissionsmarkt

Januar 18, 2011

Gerade im Newsletter gefunden:

Die Preise für Europäische Emissionsrechte (EUA) im Dezember 2011-Vertrag starteten bei 15,10 EUR/Tonne. Im Gegensatz zu steigenden Rohstoffpreisen sanken die CO2-Preise kontinuierlich bis zu 14,24 EUR/Tonne am Monatsende.
[..]
Der Abschwung der CO2-Preise im Dezember ist unter anderem auf den Diebstahl von 1,6 Millionen CO2-Zertifikaten in Rumänien zurückzuführen. Einige Handelsteilnehmer schränkten ih-re Aktivitäten daraufhin ein, um den Erwerb von gestohlenen Zertifikaten zu vermeiden. Die Klimakonferenz in Mexiko hatte keinen spürbaren Einfluss auf den Emissionsmarkt.

Das schon wieder Emissionszertifikate gestohlen wurde war mir neu. In Google gibt es auch nur einen Treffer zu dem Thema, bei Platts einem Broker:

The European Commission is working to improve the security of national greenhouse gas emissions registries following recent instances of theft of carbon allowances from registry accounts, an EC spokeswoman said Thursday.

[..]

The comments follow the theft of 1.6 million EU Allowances from one of global cement maker Holcim’s accounts on the Romanian emissions registry in late November.

[..]

The EUAs were stolen as a result of acquired registry login details which were obtained by the perpetrator using a „trojan“ computer virus, market sources said.

Die geben noch an, dass 600.000 der 1,6 Millionen Zertifikate inzwischen wieder aufgetaucht sind. Die anderen zirkulieren noch im Markt und offenbar negativen Einfluss auf die Liquidität und die Preise.

  1. Zwei Kommentare seien mir dazu zugestanden:
    Liebe Politiker, schämt Euch, dass eine Bande Krimineller mit Trojaner mehr Einfluss auf die CO2-Einsparungen haben als Ihr mit den Klimagipfeln.
  2. Liebe Kriminelle, schämt Euch, dass Ihr nicht nur eine Firma um einen zweistelligen Millionenbetrag erleichtert habt, sondern auch den CO2-Ausstoß der EU erhöht.

Manipulation des Strompreis

Januar 15, 2011

Weil das das Bundeskartellamt gerade vermeldet hat, es könne den Stromriesen keine Preismanipulationen nachweisen, hier meine Meinung dazu. Als Hintergrund: Ich arbeite bei der Handelstochter eines Energieversorgers als Risk Manager und bin somit vertraut mit den Strommärkten. Ich habe aber bezüglich Preismanipulationen keine Insiderinformationen und weiß auch nicht, ob Preismanipulationen überhaupt stattfinden.
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Birgitta Jónsdóttir über die Subpoena zu ihrer Rolle bei Wikileaks

Januar 13, 2011

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Economists Do It With Models

Januar 12, 2011

Economists Do It With Models

Economists Do It With Models


Quelle: Screenshot aus einem YouTube-Video. Link habe ich nicht mehr, mal schaun ob ich den später nachreichen kann.


Laut Studie werden erneuerbare Energien wirtschaftlicher

Januar 12, 2011

Aus dem Ticker

Einer aktuellen Studie zufolge nähern sich die erneuerbaren Energien in Deutschland mehr der Wirtschaftlichkeitsgrenze. Die Stromentstehungskosten, die bei der Umwandlung in Strom entstehen, sind besonders bei Photovoltaik-Anlagen deutlich gesunken. Dies ist das Ergebnis einer Analyse des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg.

Daher wäre es wohl an der Zeit die Förderung für Erneuerbare Energieen zu kürzen. Ich wäre auch sehr dafür das von einer fixen Einspeisevergütung auf den Marktpreis plus Spread umzustellen, damit die Betreiber sich schon mal an den Gedanken gewöhnen (und die Infrastruktur schaffen) in Zukunft die erneuerbaren Energien auf dem Großhandelsmarkt zu verkaufen.


Laut EnBW-Chef wird Strom auf Jahre hinaus teurer

Januar 12, 2011

Gerade lief im Ticker:

Nach Einschätzung des
Energieversorgers EnBW müssen Stromkunden sich auf Jahre hinaus auf saftige Preiserhöhungen einstellen. In den nächsten Jahren würden die Preise um sieben bis acht Prozent steigen, erklärte EnBW-Chef Hans-Peter Villis dem „Südkurier“. Über die Energiekonzerne zieht der Staat Stromsteuer, Umsatzsteuer und die Umlage für den Ausbau
erneuerbarer Energien ein. Außerdem kämen auf die großen Energieversorger hohe Kosten für den Aufbau leistungsfähiger Netze zu, so Villis zur Begründung.

Stimmt alles, nur ist nichts davon ein Grund für steigende Strompreise, denn alles ist auch heute schon so. Die EEG-Umlage wird steigen, weil Solarenergie weiter überfördert wird. Ansonsten steigen die Strompreise einfach, weil der Großhandelspreis an der EEX steigt. Aktuell kostet eine Stromlieferung für 2012 im Mittel 54€ und für 2017 60€. Ein Strompreisanstieg von 10% in fünf Jahren würde ich allerdings nicht als dramatisch ansehen. Das ist die normale Inflationsrate.

Interessant ist der Punkt mit dem Ausbau der Netze. Ein Netzausbau führt natürlich nicht zu höheren Kosten für die Versorger, schließlich werden die nur solche Leitungen (aus-)bauen mit denen sie Geld verdienen. Das hat mit steigenden Strompreisen erst einmal nichts zu tun. Im Gegenteil, neue Leitungen führen zu besserer Lastverteilung und weniger Spitzenlast. Das senkt den mittleren Strompreis sogar aufgrund der konvexen Angebotskurve der Merit-Order.


Tote bei Protesten in Tunesien

Januar 11, 2011

In Tunesien sind 14 Menschen bei Protesten gegen hohe Arbeitslosigkeit und hohe Lebenshaltungskosten gestorben. Eine Kehrseite des Währungskriegs.


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