Hamburger Schulreform

Ich bin ja erklärter Gegner sowohl der Schulreform als auch der Reformgegner in Hamburg. Schließlich waren die Reformgegner treffsicher gegen eines der wenigen Dinge, die ich an der Schulreform gut fand: 6 Jahre gemeinsam lernen. Dass die meisten Leute gar nicht wissen, warum das gut ist zeigt Birger Menke auf Spiegel Online:

Denn im wahren Leben mag es zwar Indizien dafür geben, dass die Chancen von schwachen Schülern tatsächlich steigen, wenn sie länger mit starken gemeinsam lernen. Aber einen klaren, unumstößlichen Beweis – den gibt es nicht.

Mag sein, dass es dafür keinen Beweis gibt. Das liegt aber vor allem daran, dass es auch gar nicht das Ziel der 6 Jahre gemeinsamen Lernen ist, den schwachen Schülern mehr Chancen zu geben. Der Sinn ist es (leistungs-)starken Schülern aus sozialschwachen Familien eine besser Zuordnung zur weiterführenden Schule zu ermöglichen. Denn es gibt klare Beweise dafür, dass nach der vierten Klasse noch nicht anhand der Leistung richtig der weiterführenden Schule zugeordnet werden kann. Und weil es nach Leistung nicht geht, nehmen die Lehrer halt ein anderes Merkmal zur Hilfe: die sozial Herkunft. Darum ging es, Birger, und gerade eben nicht um das Leistungsvermögen. Thema verfehlt: Sechs, setzen!

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