Griechenland lügt und lügt und lügt

Griechenland hatte sich ja bereits den Zutritt zur Eurozone nur mit Bilanzfälschung erschlichen und sie hatten den Stabilitäts- und Wachstums-Pakt nur mit Hilfe von dubioser Hilfe durch Goldman Sachs erfüllt. Was liegt da näher als wenn sie zur Erlangung der europäischen Hilfsgelder das tun was sie am besten können: Falsche Zahlen liefern.

Heute müssten in Griechenland doch die Korken knallen. Die EU hat 30 Milliarden Hilfsgelder zugesagt. 10 Milliarden legt der IWF noch oben drauf. Das ganze zu Konditionen, die deutlich unter dem Marktniveau liegen. Auch wenn die EU freilich anderes behauptet. Da könnte man doch erwarten, dass die Griechen sich überlegen, wie man sich am besten für das Geschenk bedankt. Eine kleine Dankesrede oder Aufmerksamkeitsadresse an die Nachbarländer vielleicht.

Stattdessen läuft Folgendes über den Reuters-Screen:

It would be logical that the EU/IMF aid for Greece amounts to some 80 billion euros ($107 billion) over the next three years if the mechanism is triggered, a senior finance ministry official said on Sunday.

The senior offical said aid this year would amount to at least 30 billion euros from the euro zone and at least 10 billion from the IMF.

„40 billions for 2010 is part of a bigger amount for the three-year period. A logical amount for the three-year period would be double than 40 billion,“ the official told reporters.

Da war die Tinte unter den Vertrag der EU-Staaten zur Rettung Griechenlands noch nicht trocken und die verlangen gleich mal das Doppelte. Dreimal dürft Ihr raten, was die Verlangen, wenn die 80 Milliarden bekommen.

13 Antworten zu Griechenland lügt und lügt und lügt

  1. […] Verlorene Generation findet: Griechenland lügt und lügt und lügt […]

  2. melanie gatzke sagt:

    Die ganze Welt lügt, jeder in seinem Bereich.
    Wenn sich niemand mehr auf den Wahrheitsgehalt einer Aussage verlassen kann, dann geht es drunter und drüber.
    Täglich können wir das sehen, jeder kämpft für sich und seinen Vorteil. Da dreht jeder das Ding so , wie es ihm beliebt. Dafür ist jeder Betrug recht, der Zweck heiligt die Mittel, ob in GR – USA – Deutschland – Europa, bei den Banken oder anderswo.
    Wo das hinführt, weiß jeder, der noch einen Funken Menschenverstand hat. Schon jetzt traut doch keiner Keinem mehr. Europa geht vor die Hunde, wenn es so weitermacht. Die Bürger- das Volk wird belogen und hinters Licht geführt nach allen Regeln der Kunst.
    Und keiner schämt sich, jeder kassiert, der staat zahlt, von den Bürgern holt er das Geld dafür.
    Geld, das auch die Bürger in der Masse nicht mehr haben. Die Steuerzahler werden immer weniger, die Empfänger immer mehr.

    .

  3. […] Moment mal, die 40 Mrd. sind nur für 2010. Auf Sicht von 3 Jahren stünden den Griechen bis zu 80 Mrd. Euro zu (Verlorene Generation). […]

  4. egghat sagt:

    Wer ist denn der „official“? EIn Grieche? Einer der EU?

    Dass im Notfall weiter Geld hinterhergeschoben wird, war mir klar. Das ist auch kein Problem, solange Griechenland die Bedingungen einhält. Und das ist IMHO viel mehr ein Problem: Die hat man nämlich (noch?) nicht festgelegt …

    Übrigens sind die Zinsen soooo niedrig auch nicht. Am langen Ende ist der Zins des Notkredits HÖHER als der aktuelle Marktzins (http://egghat.blogspot.com/2010/04/zahl-des-tages-110410-300.html)

    • ketzerisch sagt:

      Laut Reuters ist das ein „Greek Official“. Siehe auch Titel des verlinken Artikels.

      Ich sehe das auch so, dass von vorneherein klar war, dass 20 Milliarden nie im Leben reichen. Es war ja der kurzfristige Kapitalbedarf bis Ende Mai (sic). 40 Milliarden scheinen nun für 2010 zu reichen. Mich stört nur die Salami-Taktik bei der Anforderung der Hilfsmittel. Da ist doch von der Hand in den Mund.

      Zu den Zinsen: Die stehen ja nun fest und stellen für die Griechen eine Option dar. Es ist davon auszugehen, dass die Griechen diese Option nur ziehen werden, wenn der Marktzins über dem „Strafzins“ liegt. Daher wird der Strafzins niemals „marktgerecht“ sein – egal wo er liegt. Nur der Wert der Zinsoption wird kleiner, wenn der Strike (=Strafzinssatz) höher ist. Ein Geldgeschenk bleibt es trotzdem in jedem Fall. Die Griechen könnte das Geschenk sogar durch ein entsprechendes Gegengeschäft gleich realisieren.

  5. […] das es eigentlich logisch wäre, wenn die Hilfen einmal feststehen, dasss diese eigentlich 80 Milliarden Euro in den kommenden 3 Jahren betragen würde. Dies ist natürlich ein schönes Dankeschön für die Hilfe und ruiniert […]

  6. egghat sagt:

    Oh, doof. Steht tatsächlich in der Überschrift.

    Was die Salamitaktik angeht: Geht nicht anders. Der IWF zahlt die Kredite auch nur scheibchenweise aus. Ansonsten kann man auch keinen Druck mehr machen. Der IWF macht das nur etwas cleverer: Er stellt ein Maximalvolumen fest und lässt die Länder dann entsprechend – scheibchenweise – darauf zugreifen. bedingung nicht eingehalten, kein Kredit mehr (siehe Island). Direkt 30 Mrd (oder mehr) zur Verfügung zu stellen, ist irgendwie ziemlich doof. Ich weiss schon, warum ich den IWF bevorzugt hätte. Die sind einfach nicht so diletantisch wie die EU.

  7. choooo sagt:

    jugendliche griechen bedanken sich derweil damit an einer anderen welt zu bauen, was ihr vielleicht auch langsam tun solltet anstatt über geld und kram zu labern. danke.

    • ketzerisch sagt:

      Prima. Ich hoffe es ist eine Welt in der sie nicht über ihren Verhältnissen leben. Das unsere Welt besser wird, dazu machen wir regelmäßig Vorschläge. Die haben aber alle mit Geld und Kram zu tun.

  8. […] (handelsblatt.com) Griechen wehren sich gegen Sparkurs (orf.at) Der letzte Sargnagel (mmnews.de) Griechenland lügt und lügt und lügt (verlorenegeneration.de) Touristen bleiben weg (focus.de) Griechenland: Europa in kriegsähnlichem […]

  9. Merkel vergisst woher sie kommt. 1989 hat Delors die DDR Bürger ohne Bedingungen in die EU reingelassen. Jetzt stellt sie aber als Deutsche Kanzlerin Bedingungen an die Griechen. Das ist unfair.

  10. ketzerisch sagt:

    Der Vergleich hingt gewaltig. Die Griechen dürfen sich auch ohne Bedingung in der EU niederlassen wo sie wollen. Frankreich hat die Einigung ja nicht finanziert.

  11. […] her, da hat die EU und der IWF Griechenland 30 Milliarden zugesagt. Kurz darauf wurde klar, dass es wohl eher 80 Milliarden sind, die Griechenland benötigt. Nun beschlossen die Geberländer sogar 110 Milliarden. Das Gute daran […]

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