Griechenland fest in der Hand der Spekulanten

Fiese Gesellen, diese Spekulaten. Sie halten ein ganzes Land in einem Würgegriff. Mit wilden CDS-Spekulationen reiten sie einen Angriff nach dem anderen gegen das kleine Mittelmeerland. Aber sie kämpfen nicht mit offenem Visier. Die lichtscheuen Akteuere agieren aus der Anonymität der Weltfinanzmärkte. Skrupel kennen sie dabei nicht. Die griechische Zeitung Kathimerini hat nun den größten Spekulaten und Zinstreiber gegen Griechenland ausfindig gemacht. Haltet euch fest.

Wie die Zeitung berichtet ist dies die griechische Hellenic Post Bank (TT) – und die gehört dem griechischen Staat. Peinlicher gehts nimmer. Also nicht fiese Investoren, sondern Griechenland selbst treibt seinen eigenen Spread hoch. Über Gründe kann ich natürlich nur spekulieren, aber es liegt nahe, dass Geldtransfers aus anderen Staaten wahrscheinlicher sind, wenn der Spread hoch ist. Auch innenpolitisch ist ein hoher Spread von Vorteil, denn die Bevölkerung könnte eher den Maßnahmen zustimmen, wenn die Lage sehr schlimm aussieht. Wenn die Hellenic Post Bank ihre Position wieder schließt, wird sich zudem der Spread einengen. Dann kann man das auch gleich prima politisch als Erfolg seiner Maßnahmen verkaufen.

Wer nach dieser Nummer (und der Tatsache, dass alle reichen Griechen ihr Geld aus dem Land schaffen) noch für Staatshilfen an Griechenland ist, der ist schmerzbefreit und an einer sinnvollen Verwendung von Steuergeldern nicht interesssiert.

(via zerohedge)

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