Fundamentale Gründe gegen Griechenland-Hilfe

Eigenartige Argumentationen haben Politiker bisweilen. Groß finde ich folgende Aussage:

Der Luxemburger Außenminister Jean Asselborn sagte, er habe Verständnis für Deutschlands fundamentale Bedenken. „Ich verstehe aber nicht, dass man die fundamentalen Argumente höher einstuft als die Solidarität in der Europäischen Union.“ Wenn die Unsicherheit anhalte, werde es Griechenland „sehr, sehr schlecht“ gehen.


Anders ausgedrückt: „Ich weiß auch, dass 1+1 gar nicht 3 ist, aber ich verstehe nicht wie man das höher Einstufen kann als die unsere Symptombekämpfung.“

Fakt ist, dass ein Geldtransfer kein einziges Problem löst, sondern im Gegenteil die Probleme nur in die Zukunft verschiebt und dabei vergrössert. Das mag attraktiv für Politiker sein, denen es reicht eine „Lösung“ bis zur nächsten Wahl zu haben. Für alle anderen wären Strukturreformen in Griechenland die bessere Variante. Und wenn dabei die eine oder andere Anleihe zinsfrei gestellt oder gestundet wird, so ist das nicht schön aber auch kein Weltuntergang.

3 Antworten zu Fundamentale Gründe gegen Griechenland-Hilfe

  1. Eine Reform der griechischen Struktur nützt nicht, solange die Strukturen von Europa und Deutschland beiben, wie sie sind. Die Griechischen Regierungsfamilien haben sich den Haushalt frisieren lassen, um sich persönlich zu bereichern. Dies mit gutem Erfolg für die Akteure. Für die Bürger Griechenlands dafür völlig erfolglos. Das war allen Beteiligten von Anfang an klar und genau so gewollt.

    Nur durch die griechische Situation, ist Deutschland mit Hilfe der EU in der Lage, Waffen in das klamme Land der Helenen zu verkaufen. Die Griechen leben von Tourismus, der Landwirtschaft und Fischerei. Der Tourismus dürfte seine Sättigungsgrenze erreicht haben und leidet unter dem teuren Euro. Die Lebensmittel sind gegen die subventionierten Waren aus Deutschland auf dem europäischen Exportmarkt alles andere als konkurrenzfähig.

    Dennoch nötigt Deutschland Griechenland, deutsche Waffensysteme zu importieren, wohl wissend, daß Griechenland dafür das Geld erst recht fehlt. Das hat zur Folge, daß die deutschen Waffen an Griechenland über europäische Geldströme letztenendes mit deutschen Steuergeldern bezahlt werden.

    Am Besten wird es wohl sein, Griechenland steigt wieder auf Drachmen um und jagt seine Oligarchen unverzüglich mit Schimpf und Schande davon. Mit einer niedrig bewerteten Wärung käme die Exportwirtschaft ebenso in Gang wie die Binnenwirtschaft. Dadurch kämen auch Mittel zusammen, mit denen dringend benötigte Importe weiterhin gekauft werden können.

  2. onetux sagt:

    Griechenlands Schulden sind EURO-Schulden, sodaß eine weiche
    Drachme den Schuldenberg noch vergrössern würde. Eine Umstrukturierung in Grichenland ist ja wohl das Mindeste,
    Beispiele wären schonmal die 300 Inseln + 112 to Staatsgold verkaufen, 50% der Staatsdiener entlassen + die restlichen kriegen 40% weniger Gehalt, Rentenalter rauf auf 70, Rente selbst von den besagten 111% (!!!) runter auf 60%….usw. !
    Vor allem sollte man endlich mal in ALLEN Bereichen dazu übergehen, Buch zu führen, Quittungen auszustellen…auch die
    Taxifahrer ;-) . Ein anderer Gedanke wäre aber ein Ausstieg
    Deutschlands aus dem EURO und zurück zu D-Mark. Die klammen
    Südstaaten könnten den Euro abwerten und wir hätten unsere
    harte D-Mark wieder. Ich hoffe nur, daß unsere Angie im Fall Griechenland hart bleibt…!

  3. Monito sagt:

    Die Griechen haben mindestens seit der Einführung des Euros Europa genug angelogen und dabei weit über ihre Verhältnisse bequem auf Kosten der Anderen gelebt.

    Sie werden auch so weiter machen und uns „auf der Nase herumtanzen“ (im Versprechen von Besserung waren sie schon immer groß; das letzte Beispiel war die Feuerkatastrophe vor knapp drei Jahren, als sie auch Besserung versprochen hatten, aber nichts Nachhaltiges geschah), wenn man die „Zügel nicht ständig straff hält“.

    Ansonsten kann ich nur meinem Vorrednern zustimmen – ich würde aber zusätzlich als Sofortmaßnahme fordern, dass die Militärausgaben um mindestens 50% gekürzt werden müssten und der griechische Staat von seinen reichen Mitbürgern (davon gibt es genug!) eine Zwangsanleihe erheben muss, bevor er sich das Geld vom europäischen Steuerzahler leiht.

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