EU vs Deutschland: Frankreich legt nach

Vor einem Monat der EU-Ratspräsident eine Initiative gegen Deutschlands Produktivität angekündigt. Nun kritisiert Frankreichs Finanzministerin Lagarde auch Deutschlands Exportstärke:

Aus der FT:

Germany’s trade surpluses built on holding down labour costs may be unsustainable for the other countries in the eurozone, France’s finance minister said in an unusually blunt warning to Berlin.

Christine Lagarde said Berlin should consider boosting domestic demand to help deficit countries regain competitiveness and sort out their public finances. Her comments break a long-standing taboo between the French and German governments about macroeconomic imbalances inside the 16-country bloc which have been dramatically exposed by the Greek debt crisis.

Was Frau Lagarde nicht versteht: In Deutschland werden die Löhne nicht durch den Staat festgelegt, sondern von den Tarifparteien. Als Exportland war Deutschland schon immer der Globalisierung stärker ausgesetzt als die anderen EU-Länder und hat daher auch einen entsprechend höheren Druck auf die Löhne verspürt. Wenn Deutschland jetzt teurere Produkte produziert, weil warum auch immer in Deutschland plötzlich die Löhne steigen, dann profitiert davon nicht nur Frankreich, sondern China, die Türkei und andere günstig produzierende Länder. Das ist für die EU insgesamt keine Lösung. Die Lösung kann nur sein den globalen Wettbewerb anzunehmen – auch in Frankreich.

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