Inflation zerstört die Demokratie

Ein herausragender Kommentar zur Inflation von Henrik Müller. Das ist genau meine Sicht der Dinge. Ich kann jedes Wort unterschreiben. Inflation ist Gift für die Gesellschaft.

5 Antworten zu Inflation zerstört die Demokratie

  1. meknowsnothing sagt:

    Ichs ehe es genau anders herum. Genauso hat es auch Mark Schieritz im Herdentreib dargestellt:
    http://blog.zeit.de/herdentrieb/2010/03/03/1476_1476

  2. ketzerisch sagt:

    Danke für den Link. Ich interpretiere die Geschehnisse in der großen Depression aber anders. Mir ist klar, dass Inflation einen Ausweg aus der Krise darstellt. Nur führt Inflation auch zur Vermögenstransfers. Zwar hat Herdentrieb recht, dass Löhne mit der Inflation steigen und Angestellte nicht so unter der Inflation leiden. Die Rechnung geht für Arbeitslose und andere Bezieher von Transferleistungen aber nicht auf.

    Das Problem bei der Inflation ist, dass sie zur Kapitalfehlallokationen führt. Wenn ich mir bei der Inflationsrate nicht sicher sein kann, dann allokiere ich mein Kapital wie bei einer Wette was fünf Weise Herren im EZB-Rat heute wohl für eine Inflationsrate anpeilen. Das ist nicht effizient, denn ich setze es nicht an der Stelle maximaler Produktivität ein.

    Zudem ist Inflation nichts weiter als eine Steuer. Man könnte die Schulden tilgen mit einer Mehrwertsteuererhöhung oder meinenthalben mit einer Steuer auf Sparvermögen (wie die Inflation eine ist). Nur müssten das die Politiker beim Volk rechtfertigen. Die Inflation geht undercover durch, weil Ursache und Wirkung weit auseinander liegen und für die meisten Menschen vermutlich auch zu abstrakt sind.

    Deswegen halte ich Inflation für feige: Ich nehme dem Volk das Geld weg, sie sollen es möglichst nicht merken und der Bundestag dem auch nicht zustimmen.

  3. Nixda sagt:

    Eine Hyperinflation wäre Demokratiegefährdent, da sie zum Zusammenbrechen des wirtschaftlichen Lebens zur Folge hat: Zum Beispiel kann der Handel aus seinen Umsätzen den Nachkauf von Waren nicht mehr finanzieren.

    Moderate Inflation schadet im wesentlichen den Inhabern von Vermögen. Nicht nur Geldvermögen, z.B. könnten auch Immobilien in der Inflation Jahre nicht wertstabil sein, weil es zu Regulierung von Mieteröhungen kommen könnte.

    Da in Deutschland die Mehrheit der Bevölkerung kein Vermögen besitzt, würde eine moderate Inflation für sie kein großes Problem darstellen. Insbesondere müssten ja bestimmte Transferleistungen (Hartz IV) ja schon aus verfassungsrechtlichen Gründen angepasst werden.

  4. nigecus sagt:

    Das wird „toll“ wenn die Blanchard-Wette gewinnt! Die XXXBOR+Spreads auf Non-Investment-Grade werden schön nach oben zeigen. Sprich Refinanzierungsbedingungen werden härter für Firmen, sodass die versuchen ihren mehr EK aufzubauen über operative Cashflows, indem sie … tarahhh… die Preise anheben… und wenn das dann unterm Strich nicht klappen sollte… dann macht es bald wieder richtig Peng in der Finanzwelt. Und dann kann auch kein Zentralbanker den Schwarzen Peter auf die bösen Geschäftsbanken schieben…

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