Opel-Theater: Zweiter Akt

Was bisher geschah: Der deutsche Autohersteller Opel verlor durch jahrelange Misswirtschaft an Wettbewerbsfähigkeit. Die Verbraucher nehmen die Autos nicht an, der Marktanteil sinkt über Jahre kontinuierlich. Die amerikanische Muttergeselleschaft General Motors (GM), unternimmt nichts die Marke zu stärken und entzieht Opel sogar Kapital, da es selber in schlechter wirtschaftlicher Verfassung ist. Als die Pleite GMs, logische Konsequenz des verfehlten Managements, nicht mehr abzuwenden ist, springen auf beiden Seiten des Atlantiks die Staaten ein. Die USA wird fast alleiniger Besitzer von GM und Deutschland ermöglicht Opel mit einem Kredit die Suche nach einem Investor.

Der Investor scheint mit Magna gefunden zu sein. Bald stellt sich aber, dass Magna zwar gerne Opel besitzen würde, aber das Risiko des Investments soll doch bitte Deutschland tragen. Magna hatte zunächst keine Gegenleistung erbracht.

Es gab viele Gründe für die Bundesregierung den Magna-Deal abzulehnen. Zu Fall gebracht wurde er aber schließlich von GM, die plötzlich nicht mehr Verkaufen wollten. Inzwischen hatten sie ja durch die massive Staatshilfe der USA wieder Handlungsspielraum gewonnen. Ziel von GM ist aber nicht Opel zu retten. Weiterhin haben sie es, wie zuvor Magna, nur auf das Geld der Bundesrepublik und der anderen Opel-Länder abgesehen.

Opel-Chef Nick Reilly stellt klar, dass General Motors keinen Cent in Opel investieren wird. Alles benötige Geld muss von den europäischen Staaten aufgebracht werden. Pro forma bietet Nick Reilly die Rückzahlung des Kredites der Bundesregierung aus dem vergangenen Jahr an.

Opel-Chef Reilly hatte Forderungen nach einem höheren GM-Beitrag wiederholt mit der Begründung zurückgewiesen, Opel sei ein europäisches Unternehmen. Die liquiden Mittel der US-Mutter seien das Geld amerikanischer Steuerzahler.

So ist das aber in der Marktwirtschaft. Der von der Investition profitiert, der soll auch dafür zahlen. Das gilt auch, wenn der Laden dem amerikanischen Steuerzahler gehört. Alternativ kann Opel natürlich auch insolvent gehen. Ich bin sicher, dann finden sich auch noch zahlungswilligere Investoren.

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Eine Antwort zu Opel-Theater: Zweiter Akt

  1. […] Opel-Theater: Zweiter Akt…Verlorene Generation […]

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