Kenneth Rogoff warnt die Verlorene Generation

Gelegentlich meinen Leser wir würden in dem Blog die Welt zu negativ sehen, wie zum Beispiel in den Kommentaren zu diesem Artikel zu sehen. Das harte Zeiten auf die jungen Generationen zukommen, wird jetzt von einem der Top-Ökonomen der Welt bestätigt: Kenneth Rogoff.

SPON berichtet:

Für die Generation der Mittdreißiger hat Kenneth Rogoff wenig erbauliche Nachrichten. „Für Sie wird es schrecklich“, sagt er einer jungen Deutschen auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. „Deutschlands Schulden explodieren, die Bevölkerung altert“, zählt der Harvard-Professor auf, „und offen gesagt glaube ich, dass Ihr Land in den kommenden Jahren im Schnitt ein Wachstum von etwa einem Prozent haben wird.“ Wolle die Bundesrepublik ihren gewaltigen Schuldenberg abbauen, gebe es nur eine Lösung: Drastisches Sparen, satte Steuererhöhungen. Das werde natürlich jeden unternehmerischen Elan abwürgen. „Es wird sehr, sehr schmerzhaft“, schlussfolgert der Ökonom. Jahrzehnte werde es dauern, bis die Verbindlichkeiten beglichen seien, „eines mindestens“.

und mit der Meinung steht er nicht alleine da. Auch Robert Shiller, einer weiterer bekannter Ökonomen, meint:

Ähnlich deprimierende Szenarien malt Robert Shiller. Vielen Länder drohe die „japanische Krankheit“, sagt der Verhaltensökonom im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE, der Wirtschaft nicht nur mit Zahlen, sondern auch mit Hilfe der Psychologie erklärt. Japans Wirtschaft war nach der Finanzkrise in den achtziger Jahren über Jahre hinweg einfach nicht angesprungen. Das Vertrauen sei weg gewesen, sagt Shiller, der Glaube an den Boom. Und damit die Risikobereitschaft, ohne die es einfach nicht aufwärts geht. „Diese Situation könnte jetzt in vielen Regionen der Welt entstehen“, sagt er.

Genau. Und das war der Grund dieses Blog zu gründen. Schön das die Einsicht auch bei den hohen Herren der Ökonomie reift.

5 Antworten zu Kenneth Rogoff warnt die Verlorene Generation

  1. Oder aber es bedeutet, dass wir, die grauen Cyper-Panther dafür sorgen, dass die Mythen um Staatsschulden entschleiert werden!

    Es MUSS doch nicht sein, dass jeder, der im öffentlichen Dienst steht, auf Kosten der Allgemeinheit Schulden macht, von denen nur die Zinsempfänger profitieren.

    Wir sollten dafür sorgen, dass „man“ weiss, dass diese Methode, Staaten an Zinsketten zu legen, eine infame Ausbeutung ist. Dies ist nur durch Verschleierung einerseits und Unverständnis andererseits möglich.

    Es gibt mehrere Möglichkeiten, sogar innerhalb des Systems Sinnvolles zu machen. Aber ich liebe es nun mal, Systeme verändern zu wollen. Deshalb http://www.NationaleSchulden.eu. Besonders für Ökonomen und Politiker!

    Nur nicht den Mut verlieren!

  2. ketzerisch sagt:

    Ach, ich sehe das nicht panisch. Es macht mich nur sehr wütend zu sehen, wie Politiker das Geld der Allgemeinheit verschenken und damit unsere Zukunft. Es ist ja nicht so, dass etwas vernichtet wurde. Es wurde lediglich den Jungen (und Armen) genommen und den Alten (und Reichen) geschenkt. Eigentlich nicht sonderlich überraschend in einem Land, in dem die Mehrheit in Rente ist oder kurz davor steht.

    Das ganze ist natürlich nicht langfristig stabil. Die Jungen werden auswandern oder in die Schwarzarbeit abtauchen und irgendwann kollabiert das Ganze. Oder die Jungen kommen an den Hebel der Druckerpresse und inflationieren die Ansprüche der Alten weg.

  3. Ja ja, das Traurige ist bloss, dass das Prinzip global „exportiert“ wird. In einigen Laendern trifft’s den einzelnen vielleicht schlimmer als in anderen.

    Mich macht auch einiges wuetend! Z.B. dass die englische Regierung dafuer sorgt, dass die Europaeische Investment Bank Kredite an kleine britische Firmen vergibt. Dabei koennte doch die Regierung selbst Geld herausgeben!!! Und so schleicht die Globalisierung voran, auf einer Ebene nach der anderen…

    Seufz. http://NationaleSchulden.eu

  4. Hades sagt:

    Viel tragischer ist es doch für die Alten, die ihr Leben lang gespart haben und deren private Altersvorsorge sich bald vor ihren Augen vaporisieren wird, kurz bevor sie selbst in Rente gehen. All die Sparbücher, Fonds, Lebensversicherungen, Riester Renten werden vor ihren Augen wie Schnee in der Sonne schmelzen.
    Wir Jungen ahnen was kommt, wir unter dreißigjährigen können auswandern. Es wäre nicht das erste Mal in der Geschichte das Menschen mit den Füßen abstimmen müssen.
    Lest in der Geschichte, dem ewigen Aufstieg und Fall. Glücklicher als wir waren die Menschen in der Steinzeit auch nicht. Die mussten nicht 6 von 12 Stunden am Tag für den Staat arbeiten, hatten frische Luft, Bewegung. Wir müssen mehr als die Hälfte des Jahres für den deutschen Staat arbeiten damit die Politiker verteilen und sich bedienen können. Wenn unser Staat besser wirtschaften würde könnten wir mit 50 in Rente gehen. Bis wir in Rente gehen werden ist die Rente in unerreichbare Ferne gerückt.
    Die Beamten sind die heimlichen Reichen, (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,672492,00.html),
    gerade vor dem Hintergrund einer Inflation und Einsparungen wird für sie immer genug da sein. Keine Regierung wird sich den Ast absägen auf dem sie sitzt.
    Macht bitte nicht den Fehler auf „die Reichen Alten“ zu schimpfen die schon von der Politik angegriffen werden, so einfach ist das nicht. Definiere zuerst „Reich“, solche subjektiven Begriffe haben in der Politik nichts verloren. In China würden sie über unsere Definition von Arm lachen. Legt die Staatsschulden doch einfach mal auf die Steuerzahler um, vielleicht noch nach Steueraufkommen gestaffelt. Im Zeifelsfall können die Hartz’ler nichts zahlen und die „Super-Mega Reichen Raubtier-Turbokapitalisten“ mit sind sowieso weg, deshalb setze die Mittelstand etwas höher an, die können nicht so einfach auswandern.
    Wenn du jetzt noch die demographische Entwicklung mit einrechnest (BIP pro Kopf geht etwas in Richtung Südländische BIP’s bei sinkender Bevölkerung), dann kommst du auf einen Schuldenstand von gut 150% des BIP. Im optimistischen Szenario kommt ein Big Bang und alles wird gut, im pessimistischen geht es in Richtung Unruhen weil zu viele Transferempfänger sich betrogen fühlen… Frankreich ist ja nicht weit

  5. ketzerisch sagt:

    Ich sehe das so wie Du. Die Alten werden verlieren, wenn Inflation einsetzt. Allerdings ist die Rolle der Alten heir tatsächlich „tragisch“ im Wortsinn, denn sie sind ja auch die Verursacher des aktuellen Systems, die Erbauer der Rentenpyramide, die Wähler der Rentengarantie, die Erschaffer der umlagebasierten Pflegeversicherung, die Abschaffer des Goldstandards, etc.

    Ich sehe keine persönliche Gefahr für mich. Ich verdiene auskömmlich, ich kann genügend Sprachen um jederzeit auswandern zu können. Mein größtes Kapital, meine Bildung, kann ich dabei unversteuert mitnehmen, meine wichtigsten Assets, die Familie, auch. Nur hoffe ich noch, dass es ohne Migration geht. Mich kaputt zu arbeiten für die Selbstbedienung von Staatsorganung habe ich natürlich nicht.

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