Eigene Währung: Golf-Staaten machen ernst

Unbeachtet von den deutschen Medien machen die Golf-Staaten ernst mit einer eigenen Währung. Kuwaits Finanzminister, Mustafa al-Shamali, sagte auf einem Gulf Co-operation Council (GCC):

The Gulf monetary union pact has come into effect.

Spannend sind die Gründe dafür.

Klarer als Nahed Tahar, ein CEO der Gulf One Investment Bank, kann man es nicht ausdrücken:

“The US dollar has failed. We need to delink”

Die Währung soll zunächst an einen Korb von Devisen gekoppelt sein und in einer späteren Phase in freie Kursbildung übergehen. Vorbild der Währung ist der Euro, der in Arabien als großer Erfolg gilt. Freilich haben die Golfstaaten dann noch einiges an Liberalisierung von Warenverkehr vor sich. In Europa stand die gemeinsame Währung am Ende der Entwicklung – nicht am Anfang.

Die Europäer sehen den Euro inzwischen aber schon weniger romantisch. Hans Redeker, Chef-Devisenhändler bei BNP Paraibas:

The Gulf states may have romanticised Europe’s achievement and need to move with great care to avoid making the same errors.

“The Greek crisis has exposed the weak foundations on which the euro is built. The gap in competitiveness between core Europe and the periphery has grown wider and wider. The obvious mistake was to launch EMU without a central fiscal authority and political union, as the Bundesbank warned in the 1990s,” he said.

(Quelle)

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