Hypo Alpe Adria: Banken geben Liquidität (aber keinen Cent mehr)

Die Salzburger Nachrichten berichten:

Der „Banken-Gipfel“ bei den Rettungsverhandlungen für die Kärntner Hypo Alpe Adria ist zu Ende. Die Chefs der Großbanken haben Finanzminister Pröll eine Zusage gegeben: Unter der Voraussetzung, dass die Republik Österreich die Mehrheit in der Hypo übernimmt, sind die Banken bereit, Liquidität mit Bundesgarantie zur Verfügung zu stellen.


Prusssst…. Also, wenn der Staat Eigenkapital einschießt und eine Garantie für das Fremdkapital ausstellt, dann erbarmen sich die Banken Liquidität zur Verfügung zu stellen? Vermutlich für einen höheren Preis, als sie es sich selber bei der EZB leihen?

Man kann es auch so ausdrücken: Österreich zahlt alles, aber die Banken helfen dies vor der Öffentlichkeit zu verstecken. Ich schick morgen mal ein Update der österreichischen Risikoprämien nach.

Update:
Die Wiener Zeitung bestätigt die ganze Sache unter dem Titel „Pröll schafft Kompromiss“. Staat zahlt alles – toller Kompromiss. In Österreich gibt es auch keine besseren Medien als in Deutschland.

Laut Kronen Zeitung gibt wenigstens die Grazer Wechselseitige einen „dreistelligen Millionenbetrag“. Aber der Artikel klingt so, als ob er auf älteren Infos basiert als die beiden oben genannten. Dafür heißt der Artikel wenigstens realistischer: „Hypo-Rettung um jeden Preis zeichnet sich ab“.

Auch das Wirtschaftsblatt findet die Rettung nicht verwerflich. Bin ich denn der einzige auf der Welt, der das ganze absurd findet? Wenn Österreich schon alles bezahlt, dann sollen die Bank wenigsten auch zu 100% dem Staat gehören.

3 Antworten zu Hypo Alpe Adria: Banken geben Liquidität (aber keinen Cent mehr)

  1. Michael sagt:

    Da haben sich offensichtlich noch ein paar Änderungen ergeben. Der österreichische Staat übernimmt jetzt doch 100%, die BayernLB zahlt €825 Millionen, Kärnten €200 Millionen (das sind übrigens €536 pro Einwohner), die Grazer Wechselseitige €30 Millionen und Österreich €450 Millionen.

  2. Johannes sagt:

    Es ist komplett absurd, dass der Steuerzahler einspringt. Eine Staatsbank mehr also…

    Wer wohl als nächstes in die staatlichen Hände fällt? RZB, Erste, BA-CA???

    Die Hilflosigkeit der Politik ist bedauernswert.

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