Buschkowsky zeigt Sarrazin wie es geht

SPON schreibt:

Neuköllns Bezirksbürgermeister Buschkowsky hat das geplante Betreuungsgeld scharf kritisiert. Der künftigen schwarz-gelben Bundesregierung warf er vor, überhaupt nichts begriffen zu haben. Die deutsche Unterschicht versaufe das Geld und ihr migrantisches Pendant hole die Oma aus der Heimat.

Man kann also polarisierend die Probleme beschreiben, ohne gleich den Migranten qua Geburt mangelnde Intelligenz vorzuwerfen, Herr Sarrazin.

Auch wenn Buschkowsky pauschalierend über die Migranten herzieht und damit auch viele ungerechtfertigt erwischt, so geht das meiner bescheidenen Meinung nach noch als polarisierende Übertreibung durch. Und vor allem verstellt es nicht den Blick auf die Probleme und Lösungen: Das Betreuungsgeld ist großer Mist für Kinder der Unterschicht. Unter diesen Kindern sind auch überproportional viele Migrantenkinder.

Es wirft auch ein Schlaglicht auf einen anderen Aspekt: Viele hier lebenden Migranten sind erzkonservativ. Eigentlich prädestinierte CDU-Wähler, wenn die CDU nicht bei jeder Gelegenheit und Ungelegenheit auf Ausländer draufhauen würde. Die konservativen Migranten werden das Betreuungsgeld gerne Annehmen und die Kinder halt nicht in einen Kindergarten geben. Sprachprobleme hin oder her. Klar kann man das denen Vorwerfen. Aber es ändert nichts daran, dass die Leidtragenden nicht die Migranten sind, sondern deren Kinder.

Wenn die Koalition dieses Vorhaben wirklich umsetzt, dann zeigt sie nur, dass Ideologie für sie vor den Interessen der Kinder steht. Nicht nur Kinder der Migranten, aber besonders der Migranten.

Update:
Hier noch ein nachgeschobener SPON-Artikel.

6 Antworten zu Buschkowsky zeigt Sarrazin wie es geht

  1. yuri sagt:

    Ich mach die Welt widde widde widde sie mir gefaellt…

    Da muss der Herr Sarrazin doch einige schwer getroffen haben. Treffer versenkt?

  2. ketzerisch sagt:

    Herr Sarrazin hat das Problem weder getroffen noch versenkt. Weil das Problem in der Gedankenwelt Sarrazin’s unlösbar ist: Dummen Menschen kannst Du nicht integrieren.

    Im Gegensatz dazu hat Herr Buschkowsky einen klaren Blick auf die Probleme und ihre Ursachen. Und wenn man diesen klaren Blick hat, dann kann man über das Betreuungsgeld wirklich nur noch entsetzt sein.

  3. yuri sagt:

    Oder hapert es da am Leseverstaendnis?

    Ich dachte, Sarrazin hat gesagt, man sollte eher schlaue Leute statt dummer anwerben. Derzeit machen wir es umgekehrt. Doch jedem das sein. Das jahrelang indoktrinierte Gutmenschentum sitzt dann halt doch tief, oder?

  4. ketzerisch sagt:

    Sarrazin machte die Intelligenz leider an der Abstammung fest und festellt sich daher den Blick für die Lösung. Dieser Punkt will nicht in Deinen Kopf, oder? Da helfen Hinweise auf das eigene Leseverständnis wenig. Geh halt üben.

  5. yuri sagt:

    Nein, es haengt davon ab, welche Schichten einwandern. Ananotlische Dorfbauern haben halt weniger intellektuelle Faehigkeitn als z.B. die iranische Elite, die nach Deutschland geflohen ist. Waere die tuerkische Elite aus Istambul nach Deutschland geflohen, wuerde und muesste Sarrazin dies nicht schreiben. Sarrazin schreibt nirgendwo, dass Tuerken a priori duemmer sind als Deutsche. Lediglich, dass Juden im durchschnitt intelligenter sind. Dies mag so rassistisch sein, wie zu schreiben, dass Afrikaner im Durchschnitt dunkler sind als Deutsche. Stimmen tut es trotzdem, rein aus historischen Gruenden. Ein Jude, der nicht ueberdurchschnittlich intelligent war, ist durch jahundertelange Verfolgung entweder gestorben oder konvertiert.

    Ich Rassist ich.

  6. ketzerisch sagt:

    Etwa 50% der Türken leben auf dem Land. Die Aussage „anatolische Dorfbauern sind weniger intelligent“ ist also keine Aussage über eine kleine Menge von Türken, sondern auch eine Aussage über die Gesamtheit aller Türken.

    Das eigentlich Problem mit den Aussagen über Durchschnittswerten bei Intelligenz ist, dass die Unterschiede in den Durchschnittswerten sehr klein sind verglichen mit den Schwankungsbreiten der Intelligenz zwischen den Individuen. Daher sind die Unterschiede zwischen den Durchschnittswerten irrelevant (abgesehen davon das sie in der Regel auch statistisch insignifikant sein dürften).

    Statt also eine Gruppe mit hohem Durchschnittswert anzusprechen, sollte man direkt die intelligenten Menschen ansprechen. Gute Ausbildung ist ein Proxy dafür.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: