Immobilien in London und UK

Es ist viel geschehen seit die Immobilienpreise in London in November 2007 ihren Höhepunkt erreichten. Es gab keinen Zweifel, dass es sich um eine gigantische Immobilienblase handelte. Die Preise vielen zunächst langsam, aber im Herbst 2008 befanden sie sich schon im freien Fall. Dann haben die Regierungen weltweit die Geldschleusen geöffnet. Und wo sind die Preise jetzt? Höher als im Rekordjahr 2007! Wenn das damals schon eine gigantische Immobilienblase war, was ist das dann bitte jetzt?

Der Guardian berichtet:

Property asking prices in London have broken through the record high set in November 2007 as the drought of homes for sale around the country continues to distort the market. New research out today shows that the average asking price in London jumped 6.5% to £461,157 in the four weeks to 10 October, sailing through the high of £412,731 set in November two years ago.

Den Regierungen dieser Welt fällt halt nichts besseres ein, als die alten Blase mit einer neuen zu bekämpfen. Aber warum muss es denn unbedingt eine noch größere sein?

However, any optimism about the speed of any housing market recovery is expected to be dampened by today’s report from the Financial Services Authority, which will outline plans for reform of the mortgage lending industry.

The watchdog is expected to recommend stricter credit checks on applicants, as well as an end to self-certification deals. Some commentators believe such a clampdown could restrict house price growth for a generation.

Ich glaube nicht, dass es Ziel des Regulators ist den Markt abzukühlen und in vernünftige Bahnen zu lenken. Die sind glücklich, dass die Preise wieder steigen! Weiter unten im Artikel heißt es auch

It is understood, however, that the FSA has rowed back from imposing caps on loan-to-value or loan-to-income ratios and a ban on 100% mortgages, opting instead to crack down on risky lending, for example by forcing non-bank lenders to hold on to 5-10% of the loans they originate.

Ja. die Beschränkung auf normale Eigenkapitalquoten in der Finanzierung hätten den Häuserpreisen auch nicht gut getan. Das ist alles wieder heißes spekulatives Geld, dass die Preise steigen lässt. Aber es stellt sich doch die Frage, wer die Preise auf so absurde Höhen treibt. Auch hier liefert der Bericht die Antwort:

The group warned that there were still some fundamental weaknesses within the market, with the march upwards of asking prices, particularly in London, attributed to buyers jockeying for position amid „severe stock shortages“. Estate agents in the capital have also reported a surge of interest in multimillion-pound homes as City bankers once again decide how to spend their bonuses.

Es sind also die armen City-Banker, die dank der Staatshilfen noch mal richtig zuschlagen dürfen. Die Verursacher der Krise sind auch die größten Profiteure.

Und zum Schluss noch was zum lachen:

„House prices in the UK are affected by demand and a lack of supply, more so than elsewhere, and house-price bubbles are not caused by lax lending,“ said Robert Sinclair, director of the Association of Mortgage Intermediaries.

Klar, und Rauchen ist gesund, sagt der Direktor des Verbands der Tabakindustrie.

Advertisements

One Response to Immobilien in London und UK

  1. […] hüben wie drüben Nicht nur in Großbritannien bildet sich eine neue Immobilienblase aus. Auch in den USA steigen die Häuserpreise wieder kräftig. Auch Subprime boomt schon wieder. […]

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: