Coco & Strawinsky aka Chanel No. 5

Don't fall - Aquarell (c) by cosmoxs

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An einem kalten dunklen hamburgischen Abend in einem der schrecklichsten Stadtteile habe ich in einem sehr schönen Kino gestern den Film Coco & Strawinsky gesehen.

Ich wollte den Film unbedingt wegen Igor Strawinsky sehen. Der Teil „Coco“ war für mich nicht so wichtig wie der Komponist. Aber es ist natürlich interessant zu sehen, was für eine Explosion es wird wenn zwei starken Seele aufeinander prallen!

Die ersten zehn Minuten waren die besten zehn Minuten des Films. Bei der legendären Premiere von Strawinskys Ballett „Le sacre du printemps“ Choreographie, und Musik waren sehr fremd, sehr irritierend für die pariser Elite. Es war ein Skandal!
Die hoffnungslosen und sehr stolzen Schmerzen wegen des avantgarden Erfolgs! Es war ein schöner Anfang für den Film aber nur ein Anfang etwas von Strawinskys intellektueller Seite zu zeigen.

Leider war das alles über Strawinsky.

Die ganze Geschichte danach geht nur noch um Coco Chanel und ihren außergewöhnlichen starken aber auch unangenehmen Charakter. Das war die beste Image-Kampagne, die ich gesehen habe. Sogar ich habe mich nach der Kino in einer große Parfümerie wieder gefunden, wo ich den Duft Chanel No. 5 probieren wollte. Wie bescheuert!

Ich glaube in der letzten Zeit ist es der zweite Film, der über Coco Chanels Leben gedreht worden ist. Ich habe den andere Film nicht gesehen, aber nach diese Film ich war echt sauer, weil für den Film auch der Name Strawinsky sehr geschickt benutzt wurde. Aber alles war für die Mademoiselle!
Igor Strawinsky hatte damals Kontakt mit den wichtigsten Künstlern. Er hat sich mit Malern, Schriftstellern und auch Wissenschaftlern beschäftigt. Für Max Ernst war seine Musik eine große Inspiration. Aber in dem Film war das, was man von Strawinsky gesehen hat, echt sehr arm und wenig.

Ich glauben nicht an Filmszenarios, wenn es um Geschichte oder berühmte Persönlichkeiten geht. Es ist zu schade, dass Leute einen Film über Beethoven sehen und wissen dann schon fast alles über ihn ohne selber gelesen zu haben. Ohne zu denken, dass ein Film aus kommerziellen oder persönlichen Gründen sehr unnötig ausgeschmückt sein kann. Es ist meistens sehr sehr schwierig eine gute Biografie in einem Filmszenario zusammen zu fassen und gleichzeitig einen guten Film zu machen. Selbstverständlich ist auch nicht jede Biografie fair geschrieben.

Falls es Frau x und Herr y wären – dieser Film würde mir sehr gefallen! Sie könnten übertreiben so viel sie wollen und die Bildern waren toll! Aber man darf nicht über eine echte Person ein Geschichte machen, die plötzlich in vielen vielen Köpfen ein falsches Image von dieser Person hinterlässt.

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