Quizfrage: Unterschied zwischen Iran und Deutschland?

Was ist der Unterschied zwischen der Internetregulierung im Iran und in Deutschland?

Antwort: Deutschland hat die Vorratsdatenspeicherung schon vor der Wahl eingeführt. Iran erst danach. Übrigens mit der Begründung:

Cyberkriminalität bekämpfen und die Internetnutzer besser schützen

Ich halte noch mal folgende Worte von gestern daneben:

Es wird Bereiche geben, in denen weniger Anonymität vielen Menschen das Leben erleichtern wird – in einem freien Netz.

Der Iran hat demnach einen großen Schritt Richtung Freiheit gemacht?!?

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13 Antworten zu Quizfrage: Unterschied zwischen Iran und Deutschland?

  1. schnuppermoench sagt:

    Ich hoffe doch sehr, dass dieser Vergleich nicht ernst gemeint ist??!!

  2. schnuppermoench sagt:

    Aber es ist doch eine Kernaufgabe des Staates, Kriminalität zu bekämpfen.
    Es ist ein großer Unterschied ob er das tut, oder ob er die freie Meinungsäußerung einschränkt.

  3. Anonymous sagt:

    Durch Stopschilder wird keine Kriminalität bekämpft. Es wird lediglich der Empfang gestört. Und das auch nur bei denen, die sich mit Computern nicht auskennen.

    Klar ist es ein grosser Unterschied, ob man den Empfang von Kinderpornos stört oder ob man den Empfang von politischen Inhalten stört. Aber wer denkt, dass bei Kinderpornos Schluss ist, der muss schon sehr naiv sein. Danach kommen sicher rechtsextreme Websites oder Killerspiele an die Reihe. Die Infrastruktur ist ja schon da und weitere Inhalte zu verbieten bedeutet nur noch einen geringen Aufwand.

    Damit schreibt uns der Staat dann vor, welche Sendungen aus dem Ausland wir empfangen dürfen, und welche nicht. Und wer die Sendung empfangen will, der macht sich verdächtig oder sogar strafbar.

    Gab’s da nicht ne Zeit wo es schonmal so war? Wo es verboten war, Sendungen aus dem Ausland zu empfangen?

    • ketzerisch sagt:

      Die Politiker werden es nicht bei Kinderpornos belassen. Selbst wenn sie es tun würden, würden die Richter die Infrastruktur auf andere Inhalte ausdehnen. Wenn die Infrastruktur vorhanden ist, dann ist es zumutbar, dass sie verwendet wird. Zum Beispiel zum Sperren von Glücksspielen ohne deutsche Lizenz. Also alle ausländischen. Urheberrechtsverletzungen sind auch ein heißer Kandidat.

    • schnuppermoench sagt:

      Natürlich lösen die Stoppschilder nicht das Problem. Das kann jedoch nicht als Begründung dazu dienen, dass der Staat passiv bleibt. Er bekämpft ja zum Beispiel auch Drogen oder illegalen Waffenbesitz, wohl wissend, dass sich der Süchtige seinen „Stoff“ dennoch zu beschaffen weiß und dass Menschen, die ausreichend kriminelle Energie besitzen, es dennoch schaffen können, in Waffenbesitz zu kommen.
      Es gibt in unserem Staat nun einmal Grenzen der Meinungsäußerung, die imm StGB festgeschrieben sind. So ist zum Beispiel bekanntermaßen die Verbreitung volksverhetzender Inhalte untersagt. Der Staat ist in der Plicht, seine eigenen Gesetze durchzusetzen – auch im Internet. Es gibt kein Recht auf verbrecherische Inhalte.
      Ich verstehe nicht, warum viele Menschen einerseits entsetzt aufschreien, wenn etwa Neonazis auf der Straße ihre Meinung kundtun, andererseits aber die Verbreitung derselben Inhalte im Internet als Grundrecht ansehen.

  4. ketzerisch sagt:

    @schnuppermoench

    Natürlich lösen die Stoppschilder nicht das Problem. Das kann jedoch nicht als Begründung dazu dienen, dass der Staat passiv bleibt.

    Das fordert ja auch keiner. Im Gegenteil, es wird gefordert dass der Staat endlich mal was tut gegen die Kinderpornographie. Und zwar etwas das funktioniert und nicht zensurvorbereitende Scheinaktionen.

    Ich verstehe nicht, warum viele Menschen einerseits entsetzt aufschreien, wenn etwa Neonazis auf der Straße ihre Meinung kundtun, andererseits aber die Verbreitung derselben Inhalte im Internet als Grundrecht ansehen.

    Weil der Aufschrei gegen die Nazidemo auch eine Meinungsäußerung ist. Es gibt aus gutem Grund in Deutschland kein generelles Demonstrationsverbot für Nazis, auch wenn da eine hohe Wahrscheinlichkeit besteht das einige der Demonstranten verbotene Symbole besitzen. Ziel muss es sein alle Nazis mit verbotenen Symbolen zu verhaften und diese zu entfernen. Ziel ist nicht ein Demonstrationsverbot zu verhängen.

    • schnuppermoench sagt:

      Die freie Meinungsäußerung ist selbstverständlich zu schützen.
      Verbreitung von Kinderpornografie ist jedoch keine Meinungsäußerung, sondern ein Verbrechen.
      Es ist auch nicht hinnehmbar, dass im Internet verleumderische Aussagen, solche die zu Gewalt oder gar – wie in so manchen rechtsextrem angehauchten Blogs der Fall – zur Abschaffung des deutschen Staatswesens zugunsten einer Diktatur aufrufen, verbreitet werden.
      Es gibt auch im Internet kein Recht auf Verunglimpfung, Beleidigung und hemmungsloser Lüge.
      Ich gebe zu, die Praxis der Internetsperren ist nur ein hilfloser – und falscher – Versuch, gesetzeswidrigen Treibens im Internet Herr zu werden.
      Zur Beseitigung krimineller Inhalte ist der transparente Weg über Gerichte und ordentliche Verfahren unbedingt einzuhalten.
      Das BKA ist nicht geeignet, die damit verbundenen Aufgaben zu übernehmen.

    • ketzerisch sagt:

      Ja. Alle die sich der Volksverhetzung oder was auch immer sonst strafbar machen, sollen von der Polizei dingfest gemacht werden und dem Richter zugeführt. Dabei ist es irrelevant, ob dies auf Papier, auf dem Marktplatz oder im Internet geschieht.

  5. Da sehe ich unterschiede in der Kultur und im politischen System. höhö.. hey, hat zu diesem Thema ein toller Artikel auf BONZ bloggt.
    LG
    Tamara

  6. http://www.bonz.ch
    Liebe Grüsse

    NB;ich blogge regelmässig aus dem IRan, momentan bin ich allerdings in der CH.

  7. schnuppermoench sagt:

    @ ketzerisch
    stimme vollkommen mit dir überein!

    • ketzerisch sagt:

      Und was wir nicht brauchen ist laute Musikbeschallung auf jedem Marktplatz, damit Volksverhetzer dort nicht mehr hetzen können. Und auch keine Behörde, die volksverhetzende Papierschriften in braune Umschläge packt, sie aber im Bücherregal stehen lässt. Oder DNS-Umbiegen von Internetseiten mit Volksverhetzung.

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