Wert eines Männerlebens

Gemeinhin wird der Wert eine Menschenlebens als eher hoch beziffert. Zugegeben: die meisten Menschen tun sich eher schwer damit, einen genauen Euro-Betrag anzugeben. Aber man kann es relativ angeben: Zum Beispiel ist das Leben eine nahen Verwandten soviel wert wie 0,3 illegale Musikdownloads. Und der Wert eines Männerlebens?

Der liegt bei genau Null! Anders kann ich mir folgendes nicht erklären:

Beschnittene Männer übertragen Aids-Viren genauso gut wie unbeschnittene, ergab eine neue Studie. Trotzdem halten Mediziner den Eingriff für sinnvoll, denn er mindert das Risiko bei Männern, sich selbst mit dem Aids-Virus anzustecken – und schützt Frauen somit indirekt.

Aha. Nur zur Sicherheit, dass ich es verstanden habe: Es ist vorteilhaft, dass Männer weniger Aids bekommen, weil sie dann weniger Frauen anstecken? Mir wäre da noch ein anderer Grund eingefallen, aber vermutlich ist meine Einschätzung des Wertes eines Männerlebens subjektiv gefärbt und zu hoch gegriffen.

Auf der andere Seite finde ich das Experiment auch so schon abartig: Die haben Hunderte HIV-infizierte Männer dabei beobachtet, wie sie ihre Frauen anstecken. Ich glaube für den Beruf eines Mediziners bin ich nicht geschaffen.

Update:
Quelle vergessen.

5 Antworten zu Wert eines Männerlebens

  1. René sagt:

    Das ist aber heute sehr reißerisch. Die Tatsache dass es eine Studie gibt die diese Resultate erbracht hat bedeutet noch lange nicht dass es dazu Experimente gegeben hat.
    Hierbei wurden viel eher bereits vorhandene Daten in einem neuen Zusammenhang interpretiert. HIV Infektionen gibt es ja viel zu viele als dass es hier schwierig wäre um an Daten zu kommen. Mich würde viel eher interessieren was alles in diesem Datenpool drinnen ist bevor ich so meine Meinung ausdrücke

  2. ketzerisch sagt:

    Oh, mir fällt gerade auf, dass ich den Artikel gar nicht verlinkt hatte. Sorry.

    @Rene

    So hätte ich es auch verstanden. Aber im Artikel steht:

    Weil sich in der Kontrollgruppe dennoch mehr Frauen ansteckten, brachen sie die Studie vorzeitig ab.

    Es gab also eine Studie dediziert für diese Untersuchung. Ich kritisiere das nicht, die Teilnahme an der Studie war ja freiwillig. Nur für mich wäre das absolut nichts.

    • René sagt:

      Das macht mich jetzt in der Tat sprachlos. Ich hätte wirklich nicht gedacht dass es Leute gibt die da echte Studien machen…
      Danke für die Korrektur, so tragisch sie auch sein mag

  3. Thomas sagt:

    Bizarr. Ich frage mich, ob der Artikel von einem Mann oder einer Frau verfasst wurde?

  4. Bea sagt:

    Männer sind nicht stubenrein

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