Kinderpornographie: Das falsche Verkehrszeichen

Ist eigentlich schon jemandem aufgefallen, dass die Familienministerien das falsche Verkehrszeichen bei den Internetsperren für Kinderpornographie verwendet? Geplant ist, das folgende Zeichen zu verwenden:

Das Zeichen 206 nach §41 StVo bedeutet „Halt! Vorfahrt gewähren.“ Wem hier Vorfahrt gewährt werden soll, wird aus dem Gesetz nicht deutlich. Vermutlich all den recherchierenden und im Sumpf wühlenden Mitarbeitern des BKA. Das kurze Halten an der Haltelinie soll dann wohl zu einem Memento führen, ehe der Surfer dann wieder Gas gibt und weiterfährt.
Bei dem (unterstellten) Gesetzesziel wäre ein anderes Verkehrszeichen angebracht gewesen:

Es ist das Zeichen 267 und bedeutet „Einfahrt verboten!“ Da müsste dann eigentlich eher klar sein, was Sache ist….

58 Antworten zu Kinderpornographie: Das falsche Verkehrszeichen

  1. ketzerisch sagt:

    Das Stopp-Schild ist wohl eine freudsche Fehlleistung. Sie geben zu, dass es keine Durchfahrt verhindert, sondern bestenfalls nur einen kurzen Stopp zur folge hat…

  2. mariox64 sagt:

    man könnte es auch so interpretieren,

    stop anhalten ob keiner kommt(schaut) und weiter

  3. Psycho sagt:

    Das Verkehrszeichen ist schon adäquat für die technische Umsetzung gewählt. Die DNS-Sperren sind ja bestenfalls ein „kurzer Stop“, dann schnell den Server geändert und weiter geht das Surfvergnügen. Insofern: passendes Schild für die Kampagne von Zensursula. Die 115.000 Mitzeichner sind eher für das „Einfahrt verboten“, dass eben auch technisch die Lösung der kinderpornografischen Inhalte Vorsieht.

  4. Ich würde eher das weiße mit dem roten Kreis drum nehmen. Dein präferiertes Schild bedeutet „Einbahnstraße“ – vielleicht offiziell auch „Einfahrt verboten“, aber eben das ja nur in einer Richtung.

    Soll der KiPo dann in der anderen Richtung rauskommen?

    Was würde das wiederum bedeuten?

  5. Ulf Dunkel sagt:

    Muss man nicht am Stop-Schild mindestens 3 Sekunden warten? ;-)

    • Arnonym sagt:

      Ja, klar. Die drei Sekunden, die man für die Einrichtung eines anderen DNS braucht.

      Huch, das soll ja dann auch illegal werden. Also doch keine drei Sekunden halten. Aber jetzt erklär mal nem Verkehrsrichter, warum Du beim Stoppschild nicht mehr anhalten wirst…

    • Ralf Hell sagt:

      Nein, es reicht, dass das Fahrzeug „vollständig zum Stillstand kommt“. Es gibt keine vorgeschriebene Haltedauer – weder in der StVO noch in irgendeinem Urteil.

  6. Lapidarium42 sagt:

    dass einem dieser, vermutlich unbeabsichtigte, Zynismus bei der Auswahl des Zeichens nicht schon selbst aufgefallen ist

  7. Konstantin sagt:

    vielleicht hilft es mal, das ganze nicht immer aus der Sicht der Täter zu sehen (z.B. Leute, die sich im Web Kinderpornos runterladen), sondern aus Sicht der Opfer – der Kinder. Wohlgemerkt, das sind echte Kinder, keine Pixelhaufen, Vektorgrafiken, um die es da geht…. Dann wird man merken, wie sinnlos und menschenverachtend Diskussionen wie diese über angeblich falsche Verkehrszeichen sind. Denn die zeigen nur, dass man das eigentlich Thema gar nicht verstanden hat, oder ernst nimmt.

    • maniacator sagt:

      „Menschenverachtend“ ist es also mittlerweile, wenn man über die Sinnhaftigkeit und Wirksamkeit von „Internet-Verkehrschildern“ diskutiert? Neusprech willkommen… ich glaub mir wird grad richtig schlecht.

      „das sind echte Kinder, […] um die es da geht“ – Exakt. Echte Kinder, die dazu benutzt (und quasi erneut mißbraucht) werden, eine fragwürdige und nachweislich nutzlose Technik einzuführen um Begehrlichkeiten gewisser Lobbygruppen (Musik- und Filmindustrie) zu erfüllen und ein Kontrollinstrument zu schaffen, welches man sich mit dem Totschlagargument „aber die Kinder!“ vom gemeinen, uninformierten und unmündigen Bürger legimitmieren lässt.

      „vielleicht hilft es mal, das ganze […] aus der Sicht der Opfer (zu sehen)“-
      Bitte, gern. Könnte dir eventuell auch mal helfen: http://www.zeit.de/online/2009/17/netzsperren-missbrauch

      Aber in deinen Augen sind wir vermutlich eh alle pädokriminell, da wir uns ja mit den Hintergründen befassen, mit der Materie auskennen und OH SCHRECK!! auch noch WISSEN wie man diese Sperren umgehen könnte.

      Oder denkst du vielleicht doch mal selbst darüber nach, was du da eben verzapft hast?

    • Ok, gerne antworte ich Ihnen da auch als Opfer.

      Ja zynisch ist es .. weil das Zeichen genau das zeigt,
      was die Regierung plant. Eine Pseudo-Sperre mit einem
      Schild, das „Stopp“ sagt und es damit beläst.

      Wir bei MOGiS sagen Löschen statt Sperren!
      Die Inhalte müssen entfernt werden,
      dann braucht man auch keine
      grundrechtseinschränkenden Zensurinfrastrukturen

      Ansonsten ist der Einwand bezüglich der Verwendung
      des falschen Schildes ganz berechtigt

      es handelt sich hier wirklich
      um eine freudsche Fehlleistung der Bundesregierung:
      .. sagt Frau von der Leyen doch auch immer:
      „Stopp, hier geht es nicht weiter,
      was Du jetzt tust ist strafbar“

      .. und eigentlich finde ich den Artikel
      wirklich ganz amüsant.

      lasst Euch von der bezahlten PR
      oder Trollen nicht fertig machen

      viele liebe Grüße

      Christian Bahls; Vorstand MOGiS
      MissbrauchsOpfer Gegen InternetSperren

  8. moderne21satire sagt:

    Ich erkenne in der Diskussion keinen Zynismus bzgl. der Opfer von Kinderpornographie. Es wird vielmehr deutlich, dass verantwortliche Politiker nichts aber auch gar nichts vom Wesen des Internet verstehen – was sie dennoch nicht abhält, sich auf diesem Feld mit Verboten betätigen zu wollen. Die Politik hätte längst gegen die Haupttäter (Anbieter) vorgehen können, aber anscheinend ist das nicht opportun.

  9. Andreas E. sagt:

    Nicht,
    das da noch der geldgierige Bruder unserer Zensursula hinter dem Internetkinderpornonetzwerk steckt!
    :-D

    Ich finde, das zweite hier dargestellte Verkehrszeichen wäre für die Kampagne besser geeignet, nur ist davon auszugehen, da unsere werte Politik sich noch nicht einmal mit der StVO richtig auskennt, daß die jenes Symbol erst Recht falsch verstehen würden.

    Es geht hier um die Einführung von Internetzensur mit der Ausrede den Zugang zu Kinderpornoseiten zu erschweren (nicht zu verunmöglichen). Da stellt sich mir als intelligenter Leser die eindeutige Frage: Wenn dem BKA all diese Seiten bekannt sind, warum schließen die dann nicht einfach und sperren die Urheber ein? Was ist daran so schwer?

    Vielleicht, das dann im Bundestag, anstatt 667 Mitgliedern auf einmal nur noch 12 sitzen würden, weil der Rest im Knast verschimmelt? Fast scheint es mir so. Aber nur fast …

    MfG

    • RaveKev sagt:

      Dein Letzter Abschnitt könnte glatt von mir sein :)

      Was machen wir denn ohne Ärzte, Politiker, Richter und Anwälte.

      -Kevin

  10. SaarBreaker sagt:

    Ich verstehe diese Diskussion ehrlich gesagt überhaupt nicht. Wenn es tatsächlich um die Verhinderung von Kindesmissbrauch gehen sollte, was sich bei all den mir bekannten Fakten leider nicht eröffnet, hätte man schlicht und einfach die Speicherung der KiPo-Inhalte per Gesetz verboten.
    Warum sich hier einige Provider politisch instrumentalisieren lassen ist mir nicht nur schleierhaft, sondern im höchsten masse bedenklich, denn ihre eigenen AGB verbieten dem Kunden schon sehr lange die Speicherung pornografischer und gesetzeswidriger Inhalte.

    Es ist also durchaus berechtig, wenn einige selbstständig denkende Menschen zum geplanten Vorgehen gegen Kindesmissbrauch, der Regierung den erneuten Missbrauch der missbrauchten Kinder für ihre Wahllügen vorwerfen. Denn die Kinder, um die es ja scheinbar gehen soll, werden in keinster Weise geschützt.

  11. Netzkoller sagt:

    Bundesregierung hat keine Ahnung, will aber Sperren…

    Sehr treffend hat Alvar Freude die Anfrage der FDP zum Informationsstand der Bundesregierung analysiert.

    Noch ein Hinweis auf die geistigen Kapazitäten bzw. eine „Freudsche Fehlleistung“, dass für die Kampagne das falsche Schild gewählt wurde: Das…

  12. […] Generation: Kinderpornographie: Das falsche Verkehrszeichen – Kommentar: Das sagen wir doch schon die ganze Zeit – Stopp ist vollkommen verkehrt. […]

  13. Und um jetzt auch mal das Vorurteil von „Frauen im Straßenverkehr“ zu bedienen…..
    was will man bitteschön von einer mehrfachen Mutti auch anderes erwarten? :mrgreen:
    Das bestätigt nur, dass speziell das weibliche Geschöpf weniger in Bildern denken kann, sondern vielmehr unmissverständliche Texte benötigt, und sind wir doch mal ehrlich, so ein „STOP“ ist doch viel bedrohlicher als ein „erschlaffter *HÜSTEL*“, oder? :mrgreen:

  14. […] der Kinderpornografie wüten die Diskussionen im Netz [1]. Aber irgendwie fällt es erst jetzt jemanden auf, daß ein STOP-Schild, auf das man beim Aufruf einer verbotenen pornografischen Seite landen […]

  15. white brasilian sagt:

    komisch, ich hab das schon länger gewusst … ihr seid wohl alle keine titanic-leser? da stand in der mai-ausgabe:

    Sie, Ursula von der Leyen,

    möchten also zwecks Einschränkung der Kinderpornographie im Internet diejenigen zu einem »virtuellen Stopschild« umleiten, die Adressen ausgewählter Seiten ansurfen. Haben Sie sich das gut überlegt? Bzw. wäre nicht ein anderes Schild angebrachter? Beispielsweise »Durchfahrt verboten«, »Bitte wenden« oder »Sackgasse«? Vielleicht genügte gar ein einfaches Flatterband! Bei »Stop« jedenfalls schauen wir, ob jemand kommt – und brausen danach schnurstracks weiter!

    Ihre Vorfahrer von

    Titanic

    ;)

  16. […] lesenswert: wieso ein Stop Schild das falsche Verkehrszeichen ist […]

  17. […] Blog “Verlorene Generation” stellt vollkommen richtig fest, dass ein Stopp-Schild, sofern man sich auf die Bedeutung in der StVO bezieht, ein wenig […]

  18. Jens sagt:

    Und wieso nicht Verkehrsverbot? Ist Traffic aus der anderen Richtung erlaubt?

  19. Jens sagt:

    „hätte man schlicht und einfach die Speicherung der KiPo-Inhalte per Gesetz verboten.“

    Die IST verboten.

  20. Lukas sagt:

    Wenn es denn wenigstens ein Stopschild wäre – aber auf den von Frau von der Leyen präsentierten Schildern steht „Stopp“, was – soweit ich weiß – auf keinem anderen Schild steht.

    Aber vielleicht hat der Verkehrsminister Druck gemacht, dass kein echtes Symbol der StVO … äh: missbraucht wird.

  21. Herr Q. sagt:

    Es geht nicht um Schilder. Abgesehen davon wundert es mich, dass die freudsche Fehlleistung jetzt erst auffällt.

    Reißt die ganze illegale Straße weg.

  22. Bingo sagt:

    Zeichen 267: Es muss und darf nur dort aufgestellt werden, wo die Einfahrt verboten, aber aus der Gegenrichtung Verkehr _zugelassen_ ist.

    Da KiPo nicht _zugelassen_ ist, ist das Zeichen genauso falsch.

  23. […] und und keine beim Kunden unter Wehen nachreifende Bananaware. Und Ihr da beim BKA und anderswo: Anstatt Stoppschilder aufzustellen und eigene Trojaner zu basteln solltet ihr die Dreckschleudern lahmlegen, alle. Lauter Bot-Netze! […]

  24. Hi, Doc Py Chotic

    Und um jetzt auch mal das Vorurteil von “Frauen im Straßenverkehr” zu bedienen…..

    Vielleicht ist es dir ja entgangen, aber ich war in diesem Thread die erste, die darauf hingewiesen hat, dass das oben gezeigte (zweite) Straßenschild ebenfalls unpassend ist. Haben danach auch noch zwei andere gemacht, hat keiner was zu gesagt.

    Aber so ist das, Männer und Diskussionen – können sich nie auf das Thema beschränken, sondern müssen immer ganz groß rumlabern. ^^

    Mein Sexismus des Tages. Guten Abend.

  25. shmagazine sagt:

    Hi Julia.
    Immer locker bleiben. :-)
    Wie Du selbst zitierst, „Vorurteil“!!!

    Ansonsten schön zu sehen, dass ab und zu doch noch Kommentare gelesen werden.

    Tschöö.

  26. ketzerisch sagt:

    @julia seeliger, @Jens, @Bingo

    Das dargestellte Schild „Verbot der Einfahrt“ ist schon treffend. Denn es verbietet nur den Zugang aus einer Richtung. Im Fall der Internetsperren aus der Richtung „Deutscher Provider mit mehr als 10.000 Teilnehmern“. Aus allen anderen Richtungen gibt es freie Einfahrt auf die Kinderpornos oder was immer gesperrt wird. Ein Surfer aus der Ukraine kann problemlos den „gesperrten“ Server erreichen. Das Schild „Verbot für Fahrzeuge aller Art“ würde bedeuten, dass auch aus der Ukraine keiner Zugang hat.

  27. […] Ich hätte eigentlich auch selber draufkommen können! So gehört das der Scharfsinnorden am Bande verdientermaßen dem Blog hier. […]

  28. moryce sagt:

    Ihr habt vielleicht Sorgen…

  29. […] an der geplanten Stopp-Seite (übrigens freudsche Fehlleistung unserer Regierung) anfallenden Nutzerdaten sollen nun nicht  für die Strafverfolgung verwendet werden. Sperren tut […]

  30. Ralf Hell sagt:

    Das „korrektere“ Zeichen wäre Zeichen 250, Verbot für Fahrzeuge aller Art, wie in einem Kommentar schon angemerkt. Aber das sieht natürlich _noch_ langweiliger aus als Stopschild oder „Einbahn falsche Richtung“ ;-)

  31. ketzerisch sagt:

    @Ralf Hell

    „Verbot für Fahrzeuge aller Art“ wäre wünschenswert, aber trifft nicht den Gesetzeszweck. Frau von der Leyen will nur die Einfahrt aus (einem Teil von) Deutschland verbieten. Nicht die Einfahrt von überall. „Verbot für Fahrzeuge aller Art“ heißt aber, dass man dahinter kein Fahrzeug antreffen wird.

  32. Ralf Hell sagt:

    @ketzerisch

    Ah, gute Erklärung, danke! :-)

  33. malsomalso sagt:

    Wo du Recht hast,hast du Recht.
    Es geht dem Staat wohl eher um das Wort STOP, als um die eigentliche Bedeutung des Verkehrsschildes nach der StVO.
    Heutzutage lernt doch jedes Kind, dass man am Stoppschild nur stehen bleibt, schaut ob niemand da ist (Stichwort Anonymisierung, TOR) und dann weitergeht, bzw. fährt.
    Definitiv, das falsche Schild mit der richtigen Absicht. Es ist aber sinnlos eine solche „Presite“ zu schalten. Und auch nicht der richtige Weg, denn die Seite existiert ja dann immer noch.
    SUPER DEUTSCHLAND

  34. Ist okay, ihr habt ja recht … wenn man das mit der Einbahnstraße so betrachtet!

  35. […] Verlorene Generation – Kinderpornographie: Das falsche Verkehrszeichen […]

  36. nemesis sagt:

    Das Zeichen 267 paßt aber auch nicht so richtig. Das heißt ja nur Einfahrt (in dieser Richtung) verboten. Das sagt nichts darüber aus, was aus der anderen Richtung kommt.

    Nr. 454 würde momentan besser passen:

    [img]http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/c/cf/Zeichen_454.svg/120px-Zeichen_454.svg.png[/img]

    Aber es tendiert wohl mehr in diese Richtung:

    [img]http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/4/49/Zeichen_391.svg/120px-Zeichen_391.svg.png[/img]

  37. marielinmohnroh sagt:

    Ein Verkehrszeichen, welcher Art auch immer, ist meines Erachtens völlig überflüssig. Es muss eine Art „rote Ampel“ im Kopf der Menschen geben. Das scheint mir allerdings mehr eine Frage der Werte und Normen zu sein.

    Vielleicht sollten wir uns im 21 Jahrhundert mal auf neue 10 Gebote einigen, solche die für den Bestand der ganzen Menschheit und eine gute Zukunft Sorge tragen. „Du sollst Kinder wertschätzen, denn sie sind die Zukunft der Menschheit oder „du sollst die Natur achten, denn sie ist deine Lebensquelle“ oder „du sollst das Wasser mit allen Menschen dieser Erde teilen, denn Wasser ist Leben“, oder…euch fällt bestimmt noch mehr Grundsätzliches ein.

    Das viele Fleisch essen hat das Gehirn des Menschen enorm anwachsen lassen und der aufrechte Gang den Horizont erweitert, wir sollten das nutzen, frei nach dem Motto: Kopf schlägt Kapital!

  38. bdix0blog sagt:

    Eigentlich ist diese Diskussion bezeichnend. Selbst symbolische Verkehrszeichen werden nichts nützen. Wie im wirklichen Straßenverkehr auch, wird es Idioten geben, die diese missachten. Mit dieser Kampagne schreckt man bestenfalls Diejenigen ab, die womöglich eh nie auf KiPo Seiten gestoßen wären.

    Wer schon mal versucht hat, den Wasserlauf eines kleinen Baches zu stoppen, wird festgestellt haben, dass sich das Wasser dann eben einen anderen Weg sucht.

    Was will ich damit sagen? Nun, Sperren bringen gar nichts, machen alles nur spannender und interessanter für geneigte Interessenten.
    Vielmehr sollten Erziehung und Aufklärung dazu dienen die Sinne zu schärfen. Ein gesunder Umgang mit der Sexualität würde viele Probleme gar nicht erst entstehen lassen.
    Zudem sogen die derzeitigen Gesetze schon mehr als ausreichend dafür, dass jeder Bürger plötzlich zum „Täter“ werden kann. Eine bedenkliche Spam-Mail bekommen, keine Ahnung was, wie und wo Etwas auf dem PC zwischengespeichert wird – fertig ist der Täter, der KiPo besitzt.

    Da helfen auch keine Stop-, Einfahrt-verboten- oder sonst welche Schilder.

  39. „Einfahrt verboten“ tritt eigentlich immer in Kombination mit den Schild „Einbahnstraße“ auf. Technisch umgemünzt auf das DNS Access Blocking passt das Zeichen 206 besser als 267. Die KiPo bewegt sich ja nicht aktiv vom Server über den Browser auf den Client. Andererseits passt aber auch die Schilderkombination 267/220 doch wieder ganz gut, da aus Sicht eines Päderasten die Umgehung der Internetsperre durch Eingabe der entsprechenden IP- Adresse oder mit Verwendung eines anderen DNS- Servereintrages mit der Suche nach dem Zeichen 220, welches ja irgendwo in der Umgebung zu vermuten wäre, zu vergleichen wäre.
    Ansonsten ist der Zynismus gut gelungen. Wer noch Interesse an Sarkasmus zu diesem Thema hat, kann sich ja mal die Fake- Interviews mit diversen Politikern ansehen: http://www.ayin.at/firewall/viewtopic.php?f=10&t=524&start=10

    Gruß,
    J.D.

  40. […] Wirtschaft zu haben… Zumindest kennt sie sich mit dem Straßenverkehr … bei Stoppschilder bleibt man kurz steht und fährt dann weiter… Recht? Nicht wirklich, sie hält das Internet für einen rechtsfreien Raum – […]

  41. […] Denn “Halt! Vorfahrt gewähren” zeigt nicht an, das es ab hier nicht mehr weiter geht. Richtig wäre das was ganz Anderes, klick. […]

  42. Suzan sagt:

    Anstatt über die Interpretation eines Stopschildes zu diskutieren sollte man sich eher Gedanken darüber machen, welchem Pädophilen ein „virtuelles Stopschild“ daran hindern wird nach Kinderponos zu suchen und sich anzuschauen. Ich schätze mal grob: keinen!

  43. […] Händchen für Wirtschaft zu haben… Zumindest kennt sie sich mit dem Straßenverkehr … bei Stoppschilder bleibt man kurz steht und fährt dann weiter… Recht? Nicht wirklich, sie hält das Internet für einen rechtsfreien Raum – es ist aber nur […]

  44. […] das zum Symbol der staatlichen Zensur in Deutschland geworden ist, eigentlich um das falsche Verkehrszeichen handelt. Das dort vorgeschlagene „Einfahrt Verboten!”-Zeichen trifft den Sachverhalt schon […]

  45. […] einer Firma einen Kinderporno-Link in ein Forum o.ä. der Konkurrenzfirma postet. Stopp-Schilder, wobei dieses Verkehrszeichen ansich total falsch ist, können somit überall […]

  46. René Noack sagt:

    Ihr diskutiert hier über eine Schild-Alternative zum Stop-Schild und macht Euch dabei über die eigentliche Bedeutung des Stop-Schildes lustig. Prima, darf ich mitmachen?

    Was bedeutet das zweite Schild? Richtig! Einfahrt in die Einbahnstraße verboten. Im Straßenverkehr fahr ich dann eben nen kleinen Umweg um komme von der anderen Seite und somit auch zum Ziel. Soweit zu Eurer Alternative.

    Dieses zweite Schild ist genauso lächerlich, wie die gesamte Debatte über ein Schild überhaupt. Ein Schild, welches mich am weiter surfen hindern will, ist wie die sprichwörtliche Hand vor Augen eines Kindes: „Wenn ich nichts ehe, gibt’s das auch nicht. Das ist Verarsche der Bürger und blinder Aktionismus. Für die Zensursula mag das Problem der Kinderpornographie damit gelöst sein, für die Kinder, die weiterhin gequält und gebraucht werden, ist es dass aber nicht. Daher gehören diese Inhalte (auch auf internationalen Servern) länderübergreifend gelöscht, die Spuren des Einstellers verfolgt, sobald dies irgendwie möglich ist, um dann den(die) Schänder(in) zur Rechenschaft zu ziehen. Ohne politisches Kalkül oder falscher Zurückhaltung. Dann wären Schilder nämlich nicht nötig. Dazu benötigt man aber Mut und Durchsetzungsvermögen gegenüber Lobbyisten und anderen Regierungen. Weiß nich, ob das unsere derzeitige Regierung hinkriegen würde.

    • ketzerisch sagt:

      Was bedeutet das zweite Schild? Richtig! Einfahrt in die Einbahnstraße verboten. Im Straßenverkehr fahr ich dann eben nen kleinen Umweg um komme von der anderen Seite und somit auch zum Ziel. Soweit zu Eurer Alternative.

      Das ist nicht „unsere Alternative“, sondern das dem Netzsperren-Plan entsprechende Schild. Es zeigt wie Du richtig schreibst auch die Unsinnigkeit der Netzsperren auf, weil die Dateien ja nicht gelöscht wurden und von jeder anderen Seite noch erreicht werden können und auch von den Leuten, die das Schild einfach ignorieren.

  47. makaveli85 sagt:

    Hmm, ich würde ja sagen, am Besten man nimm ein Schild, „diese Fahrbahn endet in … m“…

  48. bine sagt:

    Du böser, diese Seite besucht man nicht.
    Unser Schilderwald hilft da auch nicht.
    Warum machen wir es nicht wie in Frankreich?
    Dort werden die Anbieter von Seiten bestraft, wo man sich Starfbar machen kann.
    Aber warum einfach, wenn es anderes auch nicht geht.

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