Magna-Angebot für Opel

Mir liegt das Angebot natürlich nicht vor und so ist es schwierig das Gesamtkonzept zu beurteilen. Allerdings ist das was ans Tageslicht kommt nicht gerade ermutigend. Ich meine jetzt nicht für die Opel-Werke, sondern für den deutschen Steuerzahler.

Nach Spiegel-Online sollen wir nach Magnas Wünschen für folgendes Aufkommen:

  • Eine Bürgschaft in Höhe von 4,5 Milliarden Euro
  • Pensionslasten in Höhen von 3 Milliarden Euro
  • Eine Garantie für ein Teil den 700-Millionen-Investments von Sberbank und Magna in Opel

Spätestens beim letzten Punkt wird die Verbindlichkeit des Angebots butterweich. Wenn ein Investor das Geld, das er investieren will, nicht selbst aufbringt, dann glaubt er nicht an die Sache. Wenn der Staat all die aufgeführten Beträge investiert, dann reicht das locker für eine Vollverstaatlichung des Unternehmens. Dann brauche ich keine Privatinvestoren mehr, die dann später Gewinne abziehen. Wenn das schon das beste Angebot ist, dann lasst den Laden bitte Insolvenz anmelden.

Die Politik stört sich freilich nicht an den Milliardenausgaben. Herrn Rüttgers stört nur, dass in Bochum mehr Stellen abgebaut werden als an anderen Standorten. Dabei ist die geringe Zahl an Stellenverlusten das einzig Positive an dem Plan.

Update:
Schön dass Herr Guttenberg das ähnlich sieht:

„Uns liegen jetzt drei Angebote für eine Übernahme von Opel vor. Das bedeutet aber nicht, dass eines davon automatisch und zwingend zum Tragen kommt. Zuvor müssen wir eine hohe Sicherheit dafür haben, dass die erheblichen Steuermittel, die wir dafür einsetzen müssen, nicht verloren gehen. Diese Sicherheit gewährleistet bislang aus meiner Sicht noch keines der drei Angebote in ausreichender Weise.“ Bliebe es bei diesen Defiziten, wäre eine geordnete Insolvenz die klar bessere Lösung – auch sie könnte Chancen für die Zukunft Opels eröffnen, sagte er der „BamS“.

Update:
Lesenswert auch der Artikel von MER zu dem Thema.

2 Antworten zu Magna-Angebot für Opel

  1. Thomas sagt:

    Aber hey, zum Ausgleich gibt’s ja noch diesen Punkt (Zitat Spiegel Online): „Magna stellt zudem in Aussicht, jedes Jahr zwei Prozent seines Nettogewinns für wohltätige Zwecke zu spenden“

    Mich würde mal interessieren, wofür die überhaupt so viel Geld brauchen: Was soll denn mit den 4,5 Mrd. Krediten passieren? Darüber hört man kein Wort.

  2. […] sich aber, dass Magna zwar gerne Opel besitzen würde, aber das Risiko des Investments soll doch bitte Deutschland tragen. Magna hatte zunächst keine Gegenleistung […]

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