Wie man eine Generation verliert

Die Zeit hat einen Artikel über das Unverständnis der Politik an der Kritik zu den Internetsperren. Da äußert Herr Guttenberg:

Das macht mich schon sehr betroffen, wenn pauschal der Eindruck entstehen sollte, dass es Menschen gibt, die sich gegen die Sperrung von kinderpornographischen Inhalten sträuben. Das ist nun wirklich eines der wichtigsten Vorhaben in vielerlei Hinsicht.


Mich macht eher betroffen, dass Politiker nicht nur keine Ahnung von der Technik haben, für die sie gerade Sperren definieren wollen, sondern sich auch völlig unbelehrbar angesichts massiver fachkundiger Kritik zeigen. Glaubt Herr Guttenberg, dass die Unterzeichner der Petition gegen die Sperren, Beführworter von Kinderpornographie sind? Hat er verstanden, dass die Kinderpornos besser entfernt werden sollten, statt nur scheinbar den Zugriff darauf zu unterbinden?

Wenn 80.000 (stündlich steigend) Bürger dagegen aufstehen, dann sollte ein Politiker wirklich mal eine Sekunde nachdenken, ob er nicht vielleicht etwas falsch macht. Und das Herr Guttenberg das „nun wirklich eines der wichtigsten Vorhaben in vielerlei Hinsicht“ findet, macht mich traurig. Als Wirtschaftsminister hat er nun wirklich viele wichtige Dinge zu tun. Sperren ohne Funktion zu errichten gehört nicht dazu.

Update:
Die Titanic hat einen anderen Vorschlag zum wirksamen Kinderschutz:

Kinderschutz a la Titanic

Kinderschutz a la Titanic

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