Geiz ist Geil

In Deutschland ist Geiz ja schon länger geil und das ist auch traditionell so im Land des Dauerexportweltmeisters mit den hohen Sparraten. Es gibt andere Länder, von denen man anderes gewöhnt ist: Konsum ist Glück im fernen Amerika. Lange haben die Vereinigten Staaten über ihren Verhältnissen gelebt; sowohl die Regierung, als auch die Bürger. Nach den mehr als sieben teilweise auch wörtlich fetten Jahren, dürften nun mehr als sieben magere kommen. Aber die Amerikaner haben sich schon öfters als anpassungsfähig erwiesen. So auch dieses Mal:

Aktuell ist ein Buch von Steve Economides in den Bestsellerlisten, in dem er sein sparsames Leben beschreibt. Das Buch ist voll von Tips, wie man Geld sparen kann. Während der Partyjahre ist Economides dafür belächelt worden, nun ist er ein Star und Dauergast in Fernsehsendungen. Dabei hat er nichts anderes gemacht, als sparsam zu leben, keine Schulden zu haben und darüber ein Buch zu schreiben.

Geiz ist nun auch Geil in Amerika. Und das war dringend nötig. Und dass es so ist, lässt für die Zukunft hoffen. Der amerikanische Bürger hat verstanden, dass sein Lebensentwurf nicht haltbar ist. Jetzt muss das nur noch die amerikanische Regierung auch verstehen. Zurzeit gibt sie das Geld aus, dass der Bürger mit Economides‘ Tipps spart.


NZZ: Die Lehren des Economides

Homepage: homeeconomiser.com

Amazon: Das Buch

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