Der Islam ist unser Unglück

Was islamische Zeitungen in Schmähungen und Witzeleien gegen das Abendland leisten ist schlechthin empörend, und solche Lästerungen werden unserem Volke in seiner Sprache als allerneueste Errungenschaften der Aufklärung feilgeboten! Kaum war die Emanzipation errungen, so bestand man dreist auf seinem „Schein“; man forderte die buchstäbliche Parität in Allem und Jedem und wollte nicht mehr sehen, dass wir Deutschen denn doch ein christliches Volk sind und die Muslime nur eine Minderheit unter uns; wir haben erlebt, dass die Beseitigung christlicher Bilder, ja die Einführung des Islamunterricht in gemischten Schulen verlangt wurde.

Überblickt man alle diese Verhältnisse – und wie Vieles ließe sich noch sagen! – so erscheint die laute Agitation des Augenblicks doch nur als eine brutale und gehässige, aber natürliche Reaktion des deutschen Volksgefühls gegen ein fremdes Element, das in unserem Leben einen allzu breiten Raum eingenommen hat. Sie hat zum Mindesten das unfreiwillige Verdienst, den Bann einer stillen Unwahrheit von uns genommen zu haben; es ist schon ein Gewinn, dass ein Übel, das Jeder fühlte und Niemand berühren wollte, jetzt offen besprochen wird. Täuschen wir uns nicht: die Bewegung ist sehr tief und stark; einige Scherze über die Weisheitssprüche christlich-sozialer Wahlkampfredner genügen nicht sie zu bezwingen. Bis in die Kreise der höchsten Bildung hinauf, unter Männern, die jeden Gedanken kirchlicher Unduldsamkeit oder nationalen Hochmuths mit Abscheu von sich weisen würden, ertönt es heute wie aus einem Munde: der Islam ist unser Unglück!

Disclaimer:

Der Sinn dieses Post ist es nicht den Islam zu verunglimpfen. Er soll im Gegenteil auf die Parallelen zwischen dem Antiislamismus von heute und den Antisemitismus des späten 19ten Jahrhunderts hinweisen. Der oben zitierte Text entstammt dem berühmten antisemitischen Aufsatz „Unsere Aussichten“ des deutschen Geschichtsprofessors Heinrich von Treitschke aus dem Jahr 1879. Ich habe lediglich die behandelte Religion dadurch verändert, dass ich einige wenige Wörter ausgetauscht habe.

11 Antworten zu Der Islam ist unser Unglück

  1. willi sagt:

    Hatte mich schon gewundert…;-).
    Gute Idee, darauf hinzuweisen.

  2. Oxymoron sagt:

    Gut dass ich es bis zum Ende durchgelesen habe :-)

  3. Martin sagt:

    „Der Islam ist unser Unglück“, diesen Satz habe ich noch von niemandem gehört.

    Aber wenn es darum geht, falsche Analogien zu bilden, da erfindet man sich halt schnell mal einen Satz, mit dem man glaubt, seine These belegen zu können.

    Versuchen Sie es doch das nächste mal mit einer Analyse, statt mit falschen Gleichsetzungen, vielleicht klappts dann.

  4. ketzerisch sagt:

    @Martin

    Würdest Du das an einem Satz festmachen? Stimmt, der Islam wird eher mit dem Wort „Gefahr“ als mit dem Wort „Unglück“ in Zusammenhang gebracht. Ändert das was an der Parallele?

    PS: Ich schreibe von Parallelen und nicht, dass es „gleich“ ist.

  5. Martin sagt:

    Ja, der Islam ist eine Gefahr! Der Islam in so gut wie allen seine Formen ist nämlich nicht nur eine Religion, sondern auch ein Herschaftssystem, eine Rechtsordnung und eine Gesellschaftsordnung.

    Der Islam steht da in einer Reihe mit Faschismus und Stalinismus.

    Wer den Islam nur für eine „Religion“ hält, schaut mit eurozentrischen Begriffen auf ein fremdes Phänomen und versteht es nicht.

    Islamformen, die ledilich „Religion“ sind, sind im besten Fall bei sehr kleinen Gruppen im Entstehen. So ähnliche Versuche gab es schon öfter in der islamische Geschichte. Aus keinem ist was geworden.

    Auch heute sind solche Islamormen im Rückzug und zwar weltweit.

    Der klassische Scharia-Islam breitet sich überall aus, vom Somalia über die arabische Halbinsel nach Gaza, Irak, Iran, Afghanistan und Pakistan, um nur die krassesten Länder zu nennen.

    Würden miese Diktatotren nicht in vielen Ländern den klassische Scharia-Islam unterdrücken, wäre es noch schlimmer.

    „Der Islam ist das Problem“, sagt der Holokaust-Überlebende Ralph Giordano. Er hat recht!

  6. Martin sagt:

    Der Natinalsozialismus ist unser Unglück

    Was nationalsozialistische Zeitungen in Schmähungen und Witzeleien gegen das Abendland leisten ist schlechthin empörend, und solche Lästerungen werden unserem Volk in seiner Sprache als allerneueste Errungenschaften der Aufklärung feilgeboten! Kaum war die Emanzipation errungen, so bestand man dreist auf seinem „Schein“; man forderte die buchstäbliche Parität in Allem und Jedem und wollte nicht mehr sehen, dass wir Deutschen denn doch ein chrsitliches Volk sind und die Nationalsozialisten bisher nur eine Minderheit unter uns; wir haben erlebt, dass die Beseitigung christlicher Bilder, ja die Einführung nationalsozalistischen Unterrichts in allen Schulen verlangt wurde.

    Überblickt man alle diese Verhältnisse – und wie Vieles ließe sich noch sagen! – so erscheint die laute Agitation des Augenblicks doch nur als eine brutale und gehässige, aber natürliche Reaktion des deutschen Volksgefühls gegen ein fremdes Element, das in unserem Leben einen allzu breiten Raum eingenommen hat. Sie hat zum Mindesten das unfreiwillige Verdienst, den Bann einer stillen Unwahrheit von uns genommen zu haben; es ist schon ein Gewinn, dass ein Übel, das Jeder fühlte und Niemand berühren wollte, jetzt offen besprochen wird. Täuschen wir uns nicht: die Bewegung ist sehr tief und stark; einige Scherze über die Weisheitssprüche christlich-sozialer Wahlkampfredner genügen nicht sie zu bezwingen. Bis in die Kreise der höchsten Bildung hinauf, unter Männern, die jeden Gedanken kirchlicher Unduldsamkeit oder nationalen Hochmuths mit Abscheu von sich weisen würden, ertönt es heute wie aus einem Munde: der Natinalsozialismus ist unser Unglück!

    (Man könnte es auch mal mit „Kommunismus“ versuchen)

  7. cosmoxs sagt:

    Islam ist nicht anders als die andere Religionen, das Problem ist es hat noch kein Reform gehabt.

    Ich komme aus einem islamischen Land, oder lets say…ein Land wo die Mehrheit Muslim ist, und ich weiß wie der Islam sein Gesicht in 20 Jahren geändert hat.

    Ich bin nicht religiös, ich bin nicht an der Seite einer Religion, ich weiß aber, dass man kann keinen Frieden bekommen ohne ein Zusammenleben zu schaffen. Islam ohne Reform kann nicht Frieden bringen. Und eine Reform ist total verboten!!!

    Der Westen will nicht sich einmischen, will kein Risiko nehmen, kein Politiker können ihren echte Meinung sagen… aber der Unglück ist schon soo groß geworden das man jetzt nicht weiß, was man tun kann.

    Übrigens gibt es nicht nur einen Islam, es gibt mehrere. Islam ist nicht mehr eine Religion, es ist eine Macht, mit der Du Millionen Ängstliche blind machen kannst.

    Religion ist immer die größte Motivation dort, wo Humanismus und Wissenschaft kein Platz haben.

    (sorry for my bad German)

  8. Martin sagt:

    Hallo t.

    Du schreibst: „Islam ohne Reform kann nicht Frieden bringen. Und eine Reform ist total verboten!!!“

    Ich fürchte, da hast Du leider völlig recht. Im klassischen Scharia-Islam wird eine Änderung als „bid’a“ („verbotene Neuerung“) angesehen. Jeder der den Islam verlassen will oder in wesentlichen Punkten von der klassischen Norm abweicht, kann nach dieser klassischen Norm dafür getötet werden.

    Unglaube oder falscher Glaube ist nach klassischer Lehre schlimmer als der Tod. Das macht es für Reformer so schwer.

    Es gibt übrigens Islamformen, die sich wesentlich vom klassischen Scharia-Islam unterscheiden, etwa das Alevitentum oder teilweise auch die Isma’iliyya, aber leider fühlen sich andere Muslime von diesen beiden Islamformen so gut wie gar nicht angezogen, obwohl diese beiden Islamformen in vielem leichter mit der Moderne vereinbar sind.

    Du schreibst: „Islam ist nicht anders als die andere Religionen“. Dem muss ich widersprechen. Selbst die fünf großen Religionen Judentum, Christentum, Islam, Hinduismus und Buddhismus unterscheiden sich ganz wesentlich in ihrem Zuschnitt von einander.

    Klassischer Theravada-Buddhismus ist z.B. ein individueller Heilsweg, der eigentlich vollständig nur für Mönche gangbar ist. Zen-Buddhismus ist sehr oft ein sehr persönlicher Meditations-Weg, noch dazu einer, den man völlig ohne Gott gehen kann.

    Der Begriff „Religion“ für die verschiedenen Systeme legt eine strukturelle Ähnlichkeit nahe, die es so nicht gibt.

    Der klassischen Scharia-Islam passt viel eher in mit Kommunismus und Faschismus in eine Reihe als mit individuellen Heilswegen.

    Charakteristisch für den klassischen Scharia-Islam ist der Zwangscharakter, erzeugt durch Gewalt, die beim System Islam von Anfang an dazugehört.

    Außerdem ist der klassische Scharia-Islam ein Totalitarismus, der jeden Bereich des menschlichen Lebens durchdringt und keine andere Lehre neben sich duldet.

  9. cosmoxs sagt:

    Hallo Martin,

    als eine Frau ist es für mich eine sehr tiefe Schmerzen, wenn ich über Scharia denke. Aber ich weiß auch für Männer es ist einfach die Hölle. Ich habe nie so was erlebt, aber ich habe als ganz junge Mädchen einmal Iran besucht… dann Pakistan… es war ein andere Welt. Deswegen beim Film Persepolis musste ich nur heulen, und auch nach dem Film wochenlang.

    Islam ist wirklich nicht anders als Juden oder Christentum, falls man der Koran liest. Da steht nix mehr als wie man handeln soll, Adam und Eva Geschichten etc etc… es gibt menschen die dürfen Koran analysieren. (Nicht jeder darf das)… und es ist sehr einfach eine Poltische Macht damit zu schaffen.
    Zum Beispiel es gibt im Koran kein Gesetz, dass eine Frau Kopftuch tragen soll, was da steht ist man muss sich nicht als MANN oder als FRAU als Sexobjekt präsentieren. Vielleicht es ist keine falsche Moral. Vielleicht altmodisch aber nicht 100% falsch.
    Also, ich meine, ich habe nix dagegen wenn Frauen und Männer nicht %70 ihres Leben über ihr äußerliches Potenzial Gedanken machen. Sexualität ist eines der wichtigsten Themen und eine der Schwerste unter Kontrolle zu halten… dieses Thema ist auch eines der großen Themen in der islamischen Welt. Man redet nicht so, aber alles geht um Sexualität.

    In meinem Land ist Religion immer das beste Futter für die Politik weil Millionen haben ein verlorenes Leben, sie wissen, dass sie nix im diesem Leben erreichen können, und es muss eine Hoffnung sein, wann die auch Gerechtigkeit bekommen können. Genau deswegen bei uns Kommunismus war auch sehr stark, vor 30-35 Jahren vielleicht. Aber denn kamen 2 Arme-Revolutionen mit der Hilfe von Amerika und man hat sehr viele Junge, kluge, nette, Humanisten getötet. So haben wir verloren. Dann kam die 80er-Generation, die nicht über Politik reden durfte. Man musste studieren und Artz werden aber nicht was politisches reden oder lesen…. mit so einer Generation, die ihre Gefühle schon gekauft war, kann man jeder politisches Spiel anfangen, alles ist käuflich, es ist eine offene Markt. Bei jeder Antireaktion mussten wir unsere Klappe halten, EU mag unser Religiose Regierung, USA lieb die… und wir sind verloren, hoffnungslos und depressiv. Weiß Du was, jetzt bei uns die junge Menschen riskieren alles, ihre Leben, ihre Familien, ihre Zukunft..die kämpfen…aber vieles kann man leider nicht mehr ändern. Jetzt gerade wieder ein Prozess wo viele Journalisten sind im Knast.. Wenn ich die Leute in Deutschland sehe, die über die Welt gar nix wissen, aber vieles sagen, dann werde ich verrückt. Dann aber viel mehr traurig. Ich fühle mich einsam, denn ich muss wieder mit meine Freunde Kontakt haben, die jetzt überall der Welt leben.. die Kafka lesen, die über Afrika lesen, die in Deutschland mehr als die Deutschen Max Ernst kennen.

    Unten ist ein Link, eine Biografie, ein Leben zwischen 2 Weltkriege, trotzdem eine unendliche Kraft für Malerei…

  10. Martin sagt:

    Hallo t,

    wo liegen denn Deine Wurzeln, im Iran? Wenn ich Deinen Bericht lese, meine ich, ich höre eine Frau aus dem Iran sprechen.

    Du hast recht, vieles steht nicht im Koran, aber die Scharia basiert auch auf mündlicher Tradition, auf Hadith, das ist mindestens so wichtig wie der Koran.

    Die Isma’iliten interpretieren den Koran sehr frei, sie nennen das Batiniyya, da kann man noch vieles entschärfen. Das problem ist nur, Leute wie die Aleviten und die Islam’iliten sind selbst vom Scharia-Islam unterdrückt.

    Die Scharia, das ist das gröste Problem!

  11. cosmoxs sagt:

    Hallo Martin,

    nein, ich komme nicht aus Iran, aber ich war im Iran… als ich immer noch eine Studentin war.
    Ich komme aus der Türkei.

    Mein schönes verlorenes großzügiges Anatolia, wo die Armenier, die Aleviten auch die Suniten so schön zusammen leben konnten. Aber so was gibt nirgendwo, glaube ich. Obwohl, in Istanbul, direkt beim Bosporus, wo ich eine Weile mit meinem deuschem Freund gelebt habe, steht eine sehr hübsche bunte kitschige orthodoxe Kirche, und daneben eine Moschee.. Meine Oma hat ein Kopftuch, aber würde total böse falls ich eines haben würde. Sie hat es, weil es war das normale Kleidungsstück im Dorf… sie hatte das Poster des Vorsitzenden der Linkepartei immer auf ihrem kleinen Wohnzimmer im Dorf… mein Onkel war, der Literaturlehrer im gleichen Dorf. Man hat den ganzen Abend lang Raki getrunken und getanzt, morgen kann man in die Moschee gehen, beides waren ganz normale Sachen, Spaß, verlieb sein, Raki, ab und zu beten… die hatten damals sozialistische Lieder gesungen bei der Hochzeit meines onkels. Es war ein kleines anatolisches Dorf… jedesmal wenn ich dahin gehe, habe ich nur eine sehr große Schmerzen in mein Herz. Anatolia war nie radikal islamistisch, könnten die nie sein, ihre Folklore, Tanz, Volkmusik..alles ist viel näher zur Natur als zur Religion. Unser vorislamische Wurzeln waren und ich HOFFE sind immer noch sehr stark.

    Istanbul, 1. Mai, 1977, blutiger 1 Mai in der Türkei. Die goldene Zeiten von der Linken in die Türkei. Plötzlich fing eine Schießerei an von oben, von hohen Gebäuden. Keine wusste warum, plötzlich kommen Panzer.. so mach man einen blutigen 1. Mai. So wurden die Menschen leise. Damals wussten wir nicht, was Kurden sind. Ein echtes Ethnikproblem hatten wir nicht. Man hate auch nicht über Religion gesprochen. Vielleicht fingen die erste Nationalisten an stärker zu werden. Die waren auch die einzige Gegenkraft gegen die Linken, aber nix war so stark wie die Linken.

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