AIG-Deal kommt voran

Wir erinnern uns: Montag hatte der US-Versicherer AIG 60 Milliarden Dollar Quartalsverlust gemeldet. Es war klar, dass er ohne staatliche Hilfe am 02. März, also morgen, Insolvenz anmelden muss. Nun meldet Reuters, dass die US-Regierung nochmal die Notenpresse bemüht um AIG vor dem Untergang zu bewahren.

Reuters schreibt:

American International Group Inc is close to a deal with the U.S. government that would ease the terms of its bailout, provide a further equity commitment and help it pay down debt, a person familiar with the matter said on Saturday.

[..]

The revised AIG agreement is expected to include an additional equity commitment of about $30 billion, more lenient terms on an existing preferred investment, and a lower interest rate on a $60 billion government credit line, the source said.

The new equity commitment would give AIG the ability to issue preferred stock to the government at a later date, the source said.

[..]

The revised bailout would allow the insurer to avoid a credit ratings downgrade that could have had serious ramifications on the insurer’s liquidity and hurt its businesses, the source said.

Customers could, for instance, cancel their insurance policies if a minimum rating was no longer satisfied.

Hier werden also alle gerettet. AIG, Halter von AIG-Anleihen und Versicherungsnehmer von AIG. Die Rettung erfolgt dadurch, dass Geld gedruck und an AIG als Eigenkapital und im Austausch an Unternehmenswerten gegeben wird.

Uns Europäern soll es recht sein. Wir bekommen Geld geschenkt, denn ein paar der Nutznießer sitzen sicher auch in Europa. Aber für die Amerikaner tut es mir leid. Auf der anderen Seite, werden wir sicher auch bald wieder ein Gegengeschenk machen.

2 Antworten zu AIG-Deal kommt voran

  1. MaxR sagt:

    > im Austausch an Unternehmenswerten
    Ach, da sind welche vorhanden?
    Dann isses doch in Ordnung – dann wird doch wenigstens was gekauft für das schöne neue Geld.

  2. ketzerisch sagt:

    Ja. Etwas zu bekommen ist besser als nichts zu bekommen. Es ist aber fraglich, ob die Regierung die Werte zu Marktkonditionen bekommt. D.h. eigentlich ist es keine Frage, denn wäre es Marktkonditionen, dann hätte die Regierung ja gar nicht einspringen müssen.

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