Asien reagiert: Rettungsfonds für Länder

Vergangene Woche sind die Risikoprämien einiger asiatischer Länder stark gestiegen. Jetzt haben die ASEAN-Länder gemeinsam mit Japan, China und Südkorea vereinbart einen Rettungsfonds mit 120 Milliarden Dollar auf die Beine zu stellen. Gerettet werden sollen nicht Banken oder Unternehmen, sondern asiatische Länder.

Die NZZ schreibt:

Asiatische Finanzminister haben einen Liquiditätsfonds für Länder in wirtschaftlichen Schwierigkeiten vereinbart. Der Fonds beläuft sich auf 120 Milliarden Dollar.

Regionale Regierungen, die wegen der weltweiten Konjunkturkrise in Schwierigkeiten geraten, sollten auf den Topf zurückgreifen können, beschlossen die Minister der Südostasiatischen Staatengemeinschaft (Asean) und Vertreter aus Japan, China und Südkorea auf der thailändischen Ferieninsel Phuket.

Sie appellierten gleichzeitig an die westlichen Länder, angesichts der Konjunkturkrise keine neuen Handelsschranken aufzubauen. Für die Asiatische Entwicklungsbank ADB forderten sie eine sofortige und umfangreiche Kapitalspritze, damit sie Ländern in Schwierigkeiten mit Überbrückungsgeldern helfen kann.

Der Liquiditätsfonds soll durch einen Ausbau der ursprünglich für bilaterale Devisenkredite gegründeten Chiang-Mai-Initiative geschaffen werden. Die zehn Asean-Länder sollen zusammen 20 Prozent in den Fonds zahlen, China, Japan und Südkorea zusammen 80 Prozent. Die Minister einigten sich auch auf verbesserte Überwachungsmassnahmen der Finanzsysteme in der Region, um Krisen frühzeitig zu erkennen.

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