Fremdwährungsschulden der Länder

Auf Vox.Eu habe ich eine interessante Grafik gefunden. Sie zeigt die Verschuldung in Devisen für eine Reihe von Ländern im Verhältnis zu deren Bruttosozialprodukt. Ist der Anteil der Fremdwährungsschulden hoch, so kann sich das Land nicht mittels Inflation entschulden. Da hilft nur noch echtes Sparen.

Fremdwährungschulden

Fremdwährungschulden

Vorne mit dabei: Die alten Bekannten aus der Länderrisikoliste: Islands hat es schon bemerkt. Deren Schulden liesen sich nicht beeindrucken von der massiven Abwertung der isländischen Krone und auch nicht von der hohen Inflation. Es wird eine Ewigkeit dauern, bis die Isländer genug gearbeitet haben, um diese Schulden wieder abzutragen. Würden sie nichts anderes konsumieren – auch nicht essen oder ähnlichen Luxus – und nur Schulden tilgen, so dauerte dies immer noch zweieinhalb Jahre. Realistisch ist daher eher, dass es nie klappt. Entsprechend hoch ist die Ausfallwahrscheinlichkeit von 84%.

Spannend ist auch der irische Fall. Ich weiß nicht genau, mit welcher fremden Währung sich Irland vollgezogen hat, aber die Vermutung liegt nahe, dass dies Dollar oder Pfund sind. In diesem Fall könnte Irland von der bereits eingetretenen Pfundabwertung oder dem erwarteten Dollar-Crash profitieren. Ähnliches gilt auch für die Niederlande. Da würde ich aber vornehmlich auf Dollar tippen.

Naja, aber Zyniker stellen sich auf den Standpunkt, dass die Fremdwährungsschulden in einer Zeit in der alle Regierungen eine massive fiskale Expansion fahren, eigentlich auch egal sind. Ein Problem stellen sie nur temporär dar. Siehe Island et al.

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