Kurz vor dem Sündenfall

Unter dem Titel „Auf dem Weg in die Staatswirtschaft“ warnt der Spiegel vor einem Dammbruch, sollte der Staat Conitnental und Schaeffler helfen. Ein bemerkenswerter Artikel, dass mit einer für Mainstream-Medien überraschenden Deutlichkeit in der Dimension des Problems offenbart.

Der Artikel beschreibt ausführlich, dass alle Dax-Konzerne bald vor der Tür des Kanzleramts stehen könnten. Wobei die dann eigentlich entscheidende Frage ist: Warum sollte man eigentlich nur großen Firmen helfen? Die kleinen haben mindestens genau so große Probleme.

Leider werden in dem Artikel nicht die Folgen der Staatsverschuldung aufgezeigt: Inflation und höhere Steuern. Beides ist eine direkter Angriff auf den Lebensstandard der arbeitenden und vor allem auch der arbeitslosen Bevölkerung. Das Motto der Staatshilfen ist: Wir retten ein paar Arbeitsplätze und unsere Wiederwahl. Aber Eure Lebensweise und euer Erspartes nehmen wir euch.

2 Antworten zu Kurz vor dem Sündenfall

  1. meatspace sagt:

    „Inflation und höhere Steuern“

    Zweifellos. Doch der Staat hat keine Wahl:

    Bietet der Staat keine Hilfe an, kollabiert das System innert Wochen (dieses Stadium haben wir im Herbst ’08 erreicht). Der unvorstellbare MegaCrash. Keine Zeit um sich neu zu organisieren, Chaos und Aufstände und Hungersnot und das blutige Ende des Abendlandes. Dieses Risiko ist echt, das will verständlicherweise niemand auf sich nehmen.

    Bietet der Staat Hilfe an, erhöhen sich Verschuldung und Defizit von gigantisch auf noch gigantischer. Das System kollabiert ebenfalls, jedoch bedeutend langsamer und wir haben eine Chance uns zu reorganisieren. Und natürlich wehrt sich die Bevölkerung beim langsamen Kollaps viel weniger bis gar nicht wirklich.

    Es gibt ja diese Froschgeschichte:
    „A frog will leap from a pan of hot water, but if the water is brought to a slow boil, the frog will remain until its demise“

    Dann kommt unvermeidlich die Inflation und frisst die Vermögen weg, es gibt anschliessend eine Währungsreform und wir fahren wieder von vorne an mit einem Amero und wie sie heissen werden.

    Vielleicht spenden uns unsere Freunde eine neue, mit Gold und Silber gedeckte Weltwährung. Dann haben wir wieder ein Paar Jahrzehnte Ruhe und bauen die westliche Zivilisation nachhaltig um.

    Welche Wahl haben wir denn überhaupt?

    Was würden Sie denn tun?

  2. ketzerisch sagt:

    Ich würde die Banken in einem beschleunigten Insolvenzverfahren entschulden. Im Prinzip ganz einfach: Die Aktionäre gehen leer aus und die neuen Eigentümer sind die ehemaligen Kreditgeber der Bank. Damit hat die Bank eine Eigenkapitalquote von 100% und ist wieder geschäftsfähig. Alle verantwortungslosen Spekulanten haben den gerechten Schaden erlitten. Siehe

    https://verlorenegeneration.wordpress.com/2009/01/17/rettung-der-banken-ohne-staatsgeld/

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