Koch populisiert wieder

Den Populisten geben, das kann Roland Koch von allen deutschen Politikern noch am besten. Zwar hat er damit an Deutschland und dessen politischer Kultur schon großen Schaden angerichtet, aber das hält einen Machtmenschen wie Koch ja nicht davon ab es wieder zu tun. Dies mal sind es keine Ausländer gegen die er Unterschriften sammelt und keine angeblichen jüdischen Vermächtnisse die er in seine schwarzen Kassen leitet. Diesmal sind MILLIONEN von Arbeiter zu retten…

Roland Koch hat festgestellt, dass Opel dringend Geld braucht. Das ist ja auch kein Wunder. Schließlich gehört Opel bekanntlich zu General Motors und die sind quasi schon Pleite und alle Welt wartet nur noch darauf, dass sie endlich Insolvenz anmelden.

Koch analysiert: „Wir stehen vor der Situation, dass ein gesundes Unternehmen von der US-Mutter mit in den Abgrund gezogen werden könnte. Die Folgen für den Standort Deutschland wären der Wegfall von Zehntausenden von Arbeitsplätzen und der Verlust eines riesigen Know-hows.“ Daher folgert er: „Die Bundesländer müssen zudem mit ihren eigenen Bürgschaftsinstitutionen einspringen. Möglicherweise mit Sonderprogrammen, damit die Zulieferindustrie in der kommenden Durststrecke nicht kaputtgeht“

Ok, über das „riesige Know-How“ kann man sich streiten. Noch mehr streiten kann man sich darüber, ob vorhandenes Know-How überhaupt verloren geht. Es hat ja keiner vorgehabt die Ingenieure zu erschießen oder die Archive und Festplatten zu löschen. Völlig abwegig ist es aber Opel Geld zu geben, solange General Motors noch Eigentümer ist. Die werden das Geld abzweigen und verbrennen. Das haben schon andere amerikanische Firmen mit den dortigen Staatshilfen mehrfach in den letzten zwei Monaten vorgemacht.

Aber genau das will Koch. Er will die Risiken sozialisieren, aber die Gewinne soll hübsch private bleiben: „Der Staat darf am Ende allerdings nicht Eigentümer von Automobilunternehmen werden.“. Warum dass denn bitte nicht? Wenn das Unternehmen heruntergewirtschaftet ist und nur mit Staatsgeld am Leben gehalten wird, dann soll es bitte auch dem Staat gehören. Geschenke gibt es nicht, auch keine Wahlgeschenke für Herrn Koch.
Glücklicherweise gibt es in der Regierung mit Steinbrück noch einen Menschen der halbwegs mit Geld umgehen kann. Steinbrück ist Koch gleich in die Parade gefahren: „Ein generelles Konjunkturprogramm für die Automobilindustrie“ mache keinen Sinn, sagte er der „Bild“-Zeitung. Der Staat könne „die private Kaufkraft nicht ersetzen“ und sei „auch nicht für die Fehler der Industrie verantwortlich“.

Völlig richtig. Wenn ich der Industrie helfen will, dann kaufe ich Aktien von denen. Aber wenn ich der Industrie nicht helfen will, dann will ich auch nicht besteuert werden und damit die Industrie meine Steuern bekommt.

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One Response to Koch populisiert wieder

  1. Andreas sagt:

    Als ob es wirklich um Opel geht. Es geht natürlich nur um Wählerstimmen. So kennt man Koch. Aber da ist er nicht der einzige.
    Das Zauberwort heißt Angst. Je nachdem was in den Medien Hauptthema ist, danach entscheiden sich Wahlen. Mehr noch als durch die Berichterstattung über die Parteien. Ist Wirtschaft das Thema können Koch und CDU mit Stimmen rechnen. Würden andere Themen, wie z.B. Umweltschutz oder Bildung viel Medienpräsenz haben, sähe es anders aus.

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