Peter Schiff gegen Mainstream-Ökonomen

Die Krise war vorhersehbar. Peter Schiff spricht mir aus der Seele. Das folgende Video fasst verschiedene Interviews mit ihm aus der Zeit 2006 bis Ende 2007 Zusammen. Sein realistischer Blick auf den Zustand der US-Wirtschaft erregt die andere Interviewpartner so stark, dass sie ihn kaum zu Wort kommen lassen. Das nennt der Psychologe wohl selektive Wahrnehmung. Dinge, die am eigenen Weltbild rütteln, will man am liebsten gar nicht hören. Argumente hatte nur Peter auf seiner Seite.

Was Peter mit der zu hohen Verschuldung und dem dringenden Bedarf zu Sparen meint, kann man hier sehen. Ich habe ja auch schon geschrieben, dass Obamas schwerste Aufgabe es sein wird, den Amerikaner zu sagen, dass sich ihr Lebensstandard verringert und zwar stark verringert.

Nicht ganz so gut war sein Anlagevorschlag „Gold“. Das war ein Verlustgeschäft. Aber die Anlagevorschläge der anderen auch. Gold ist erst dann ein Thema, wenn sich Inflation und der Vertrauensverlust in den Dollar manifestieren sollte. Zurzeit ist eher Deflation ein Thema (Siehe auch hier und hier).

Das Deflationsproblem kann sich natürlich ändern. Je nach dem wie stark Obama Geld drucken lässt. Und bislang sieht es so aus, also ob er – wie zuvor Bush – den Geldhahn aufgedreht lässt. Aktuell, im folgenden Video, argumentiert Peter Schiff, dass die aktuelle Dollaraufwertung nur ein temporäres Phänomen aus der Zwangsenschuldung (Deleveraging) ist. Langfristig wird der Dollar abstürzen und dann ist physisches Gold keine schlechte Idee. Ich teile die Auffassung von Peter Schiff über die langfristige Perspektive des Dollars. Aber es bleibt natürlich eine Wette auf das Verhalten der Fed und der US-Regierung.

Update: Hier ist noch der zweite Teil des Bloomberg-Interviews. Hier vertritt Peter Schiff die Ansicht, dass Obama die schlechtere Wahl aus einer ökonomischen Perspektive ist. Obama würde versuchen die Wirtschaft mit Ausgabenprogrammen zu stützen und so die notwendigen Anpassungen verzögern. Dadurch würde die Krise verschlimmert. So wie ich Obamas Antrittsrede aufgefasst habe, mag er mit der Prognose nicht ganz falsch liegen.

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One Response to Peter Schiff gegen Mainstream-Ökonomen

  1. […] keine Einzelmeinung eines verwirrten Blogautors ist, zeigt auch ein Kommentar auf Prudent Bear von Peter Schiff. Und einer von Doug Noland vom December 18, 2008. Er schreibt: The currency markets are shaping up […]

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