Optimimus

„Economic progress, in capitalist society, means turmoil.“ Stellte Schumpeter mal fest, und das sei einer der großen Vorteile des kapitalistischen Systems. Was bedeutet diese – zugegeben etwas einfache – Weltsicht für die aktuelle Bankenkrise? Die Anwort ist einfach: Die Bänker wussten nicht was sie tun, die Produkte waren ungeeignet. Was verheisst sie uns für die Zukunft? Die Bänker werden lernen, was sie zu tun haben, die Produkte werden richtig eingesetzt. Das ist Fortschritt, schmerzhaft, aber dennoch Fortschritt. So, wenn unsere Politiker nicht gleich das Kind mit dem Bade ausschütten und den Kapitalismus ganz abschaffen, sollten wir dieses Problem nicht wieder bekommen. Dafür dann aber ein anderes.

Bemerkenswert ist  das Verständnis der Dichters (und ehemaligen Marxisten) Enzensberger für unser Wirtschaftssystem: Immerhin weist er darauf hin, dass es „sonderbar [sei], dass die Deutschen, die man in jedem Winkel der Erde, von Bolivien bis Tibet, antrifft, nicht einsehen wollen, dass sie nach wie vor in einem Narrenparadies leben. Sie sind verdutzt oder empört, wenn das Wirtschaftswachstum unter die Nulllinie rutscht, als wäre das Weltende nahe. Offenbar wollen sie gar nicht wissen, wie der Kapitalismus funktioniert.“

Für viele Politiker uns Journalisten ist da wohl Nachhilfe notwendig.

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