Die Arbeiter streiken, und die Arbeitgeber freuen sich

Die Produktion in der Eurozone bricht ein, die Maschinenbauindustrie ist auf Kurzarbeit und die Deutschen Automobilbauer haben ihre Belegschaften in die vorgezogenen Weihnachtsferien geschickt. Nur die Metaller scheinen von alldem nicht viel mitzubekommen: Sie halten unablässig an ihrem Ziel von 8% mehr Lohn fest und beginnen mit den ersten Warnstreiks. Neben den üblichen Mahnungen zur Vernunft der Arbeitegeberseite und innbrünstig gespielter Empörung über die ach so verantwortungslose Forderung könnte man meinen, der Streik trifft sie gar nicht so hart und kommt ihnen sogar gelegen. Alle Räder stehen ja bereits still, weil die Weltwirtschaft es so will. Da freut man sich doch, wenn ein paar Arbeiter noch aus der Streikkasse der IG Metall bezahlt werden können. Sollte die Konjunktur nicht bald wieder tritt fassen, könnte es einer der längsten und arbeitgeberfreundlichsten  Streiks der Geschichte werden. Wenn’s dann im nächsten Jahr drauf ankommt, könnte es um die Kassen der IG-Metall so bestellt sein, wie um die Liquiditätsreserve einiger Landesbanken

Eine Antwort zu Die Arbeiter streiken, und die Arbeitgeber freuen sich

  1. ketzerisch sagt:

    Die Gewerkschaftler scheinen es darauf anzulegen möglichst schnell ihre Streikkassen zu leeren. 45.000 Metaller im Ausstand.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,588189,00.html

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